2011

Geschafft!

Martin Dorgarthen Martin Dorgarthen

Der Rat der Stadt Willich hat gestern einstimmig den Gründungsbeschluss für eine zweite Gesamtschule zum kommenden Schuljahr in städtischer Trägerschaft gefasst.

Damit geht eine monatelange intensiv auf allen Ebenen geführte Diskussion unter großer Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt mit einem positiven Ergebnis für die Schülerinnen und Schüler in Willich zu Ende.

Ausdrücklich gedankt werden muss an dieser Stelle der Elterninitiative, weil ohne ihr Engagement die zweite Gesamtschule auf jeden Fall nicht zum Schuljahr 2012/2013 gekommen wäre. Die SPD hat in allen Phasen diese Schulform unterstützt und teilweise sehr konstruktive Gespräche mit anderen Parteien geführt. Auch das sollte man erwähnen, da es sicherlich nicht selbstverständlich ist! Ein Dank gilt auch dem Schulausschussvorsitzendem Christian Pakusch, der ebenfalls von Anfang an eine klare Linie gezeigt und sich immer an die vereinbarten Spielregeln gehalten hat.

Wichtig ist, dass letztendlich ein gutes Ergebnis für die Kinder in unserer Stadt herausgekommen ist und das massenweise Ablehnen an der einzigen Gesamtschule jetzt ein Ende hat.

Ich wünsche allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in das Jahr 2012!

Vielleicht sehen wir uns am Neujahrsempfang der SPD am 13.1.2012 um 19.00 Uhr im Schlosskeller.

Bis dahin grüßt Sie herzlich:

Ihr Martin Dorgarthen

Schulausschuss beschließt 2. Gesamtschule für Willich

Martin Dorgarthen Martin Dorgarthen

Willich. Einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zu einer zweiten Gesamtschule legte der Schulausschuss in seiner Sitzung am 15.12.2011 zurück.

Einstimmig – mit einer (unnötigen) Enthaltung – beschloss der Ausschuss, der Stadtrat möge am 21.12.2011 die Gründung einer zweiten Gesamtschule in Willich beschließen.

Die Eltern nahmen diesen Beschluss mit Freude und Erleichterung auf. Unnötigerweise hatten nämlich ein Ausschussmitglied und ein beratendes Mitglied nochmals die Sekundarschule ins Spiel gebracht, obwohl die Elterninitiative ein eindeutiges Votum zugunsten der Gesamtschule erbracht hatte. Dies zeugt entweder von sturer Ignoranz oder – was schlimmer wäre – von Nichtinformation über die Dinge, die sich in den letzten Wochen rund um die Veränderung der Schullandschaft in Willich abgespielt haben!

Unverständlich eigentlich nur die Sicht der CDU, die anderen Parteien und hier namentlich erwähnt: die SPD, hätten in den letzten Wochen die Angelegenheit verzögert! Alle – bis auf einige CDU-Mitglieder – haben jedoch mit ihrer Reaktion von Unverständnis für diese Äußerung gezeigt, dass sie sich nicht täuschen lassen. Schon schlecht, wenn man nicht eingestehen kann, dass man anfangs kräftig am Ziel vorbei geschossen hat. Am Ende war jedoch der Schulfrieden in Willich wieder hergestellt und das ist auch gut so!

Gut ist auch die Ergänzung im Beschlussvorschlag der Verwaltung – deren Arbeit hier ausdrücklich einmal gelobt werden muss – die Trägerschaft in die Hände der Stadt Willich zu legen. Zwei gleiche Schulformen in unterschiedlicher Trägerschaft hätten unter Umständen auch zu sehr verschiedenem Auftreten in Willich geführt, welches wir ja auch an den beiden Gymnasien leider immer wieder erleben.

Insgesamt war auch der 15.12.2011 wiederum ein guter Tag für die Schülerinnen, Schüler und deren Eltern in Willich. Das Weihnachtsgeschenk in Form des Gründungsbeschlusses für eine zweite Gesamtschule in Willich durch den Rat kommt passend dann am 21.12.2011.

16.12.2011

Leserbrief zum Wunsch der Malteser nach Trägerschaft für eine Sekundarschule

Ralf Stammes Ralf Stammes

Der Bürgermeister und die Nähe zum Malteser-Orden

 

So gibt er sich und so kennen ihn die Bürger, ihren Bürgermeister: Er radelt durch den Ort, grüßt Jeden freundlich und scheint immer gut gelaunt zu sein. Für dieses äußerlich freundliche Wesen schätzen ihn die Willicher Bürger – aber wie sieht es um das wirkliche Verhalten und das politische Gebaren unseres obersten Dienstherren aus?

Nehmen wir die Ratssitzung vom 24. 11.: Hier wird die Verwaltung beauftragt, die notwendigen Unterlagen für die Errichtung einer zweiten Gesamtschule in 2012 zu erarbeiten. Die anwesenden Eltern hatten eigentlich auf einen weiter reichenden Beschluss in Richtung Festlegung zur Errichtung einer 2. Gesamtschule gehofft. – Der letztlich entscheidende Errichtungsbeschluss soll nun in der nächsten Ratssitzung (21.12.2011) erfolgen.

Zu diesem Zeitpunkt völlig unverständlich und überraschend zaubert der Bürgermeister plötzlich das Thema Sekundarschule aus dem Hut. Aus seiner Sicht, so erklärt er, sei die Errichtung einer Sekundarschule für Willich viel sinnvoller. Woher kommt diese plötzliche Erkenntnis? Liegt dies an der Nähe seiner Partei oder sogar an seiner persönlichen Nähe zum Malteser-Orden? Seine Partei hatte sich bereits vor diesem Zeitpunkt klar für die 2. Gesamtschule in Willich ausgesprochen. Der Elternwille ist eindeutig dokumentiert – es gibt über 1200 Unterschriften für eine zweite Gesamtschule in Willich. Die durch die Äußerungen des Bürgermeisters völlig verunsicherten Eltern fragen sich nun: Ignoriert unser Bürgermeister Heyes den offensichtlichen Elternwillen? Was denkt er sich dabei? Sollte er nicht die Interessen seiner Bürger vertreten?

Sollte er sich nicht bemühen die Fragen der Eltern zu beantworten – statt, wie in der Bürgerfragestunde geschehen – diese einfach abzuwiegeln?

Heute, nach der Schulkonferenz des in Malteser Trägerschaft befindlichen St. Bernhard-Gymnasiums, scheint klar, woher der Wind weht: Der Verdacht liegt nahe, dass der Bürgermeister Kraft seines Amtes längst über das Vorhaben der Malteser – die Trägerschaft einer Sekundarschule übernehmen zu wollen – informiert war. Da ist wohl im Geheimen, hinter verschlossenen Türen, beraten worden. Warum so geheim? Warum ließ Herr Heyes die Eltern in der Ratssitzung am 24.11. absichtlich im Unklaren über das Vorhaben der Malteser? Jene Eltern die im Vorfeld auf Sachlichkeit und Transparenz bedacht waren und da, wo es nötig war, die Politik über die Notwendigkeit zur Errichtung einer zweiten Gesamtschule für das Schuljahr 2012 (und eben keiner Sekundarschule!) in Willich überzeugt hatten. Die Bezirksregierung hat der Willicher Politik bereits zu ihrem Entschluss dem Elternwillen zu folgen gratuliert und absolut grünes Licht für die 2. Gesamtschule gegeben.

Ich persönlich und für die Eltern der Stadt Willich, würde mir wünschen, dass sich der Bürgermeister für seine Bürger einsetzt, anstatt sich für ein Bildungsmonopol der Malteser in unserer Stadt stark zu machen. Die Errichtung einer für die Schullandschaft der Stadt Willich völlig ungeeigneten Sekundarschule wäre erst für 2013 möglich – was geschähe dann mit den 100 Kindern, die im nächsten Schuljahr von der Gesamtschule abgewiesen würden?

Es gibt viele Fragen an den Bürgermeister in diesem Politereignis. Es ist zu hoffen, dass sich Herr Heyes an den Begriff „ Bürger“ in seiner Amtsbezeichnung erinnert und sich letztlich eindeutig für den Elternwillen ausspricht.

Ralf Stammes

Traditioneller Jahresausklang der SPD Alt-Willich

Da sich nun das Jahr 2011 dem Ende entgegen neigt, lädt die SPD Alt Willich ihre Mitglieder und interessierte Bürgerinnen und Bürger zum traditionellen Jahresausklang ins „Krumm“ in Willich Wekeln ein.

 

Am Samstag, den 17. Dezember 2011 um 16.oo Uhr

im Begegnungszentrum „Krumm“, Hülsdonkstraße 203 in Willich - Wekeln

 

Bei Weckmann, Kaffee, Kakao und natürlich auch Glühwein sollen die Anwesenden Gelegenheit bekommen Erlebtes und Erreichtes miteinander auszutauschen oder einfach einmal dem hektischen, vorweihnachtlichen Alltagstreiben zu entfliehen.

Mit ein wenig Stolz blickt man zeitgleich auf die diesjährigen Aktionen „Lebkuchenherzen gestalten“ ( siehe Foto ) zurück. Die Erlöse aus den beiden durchgeführten Veranstaltungen kamen zum einen der Arbeit des Willicher Kinderschutzbundes aber auch dem Team Jugendwiese für die weitere Gestaltung ihres Platzes zu Gute. Mit solchen und ähnlichen Aktivitäten will man auch in Zukunft bürgernahe und bürgerinitiierte Arbeit unterstützen.

 

Denen die keine Gelegenheit finden mit uns das Jahr ausklingen zu lassen, wünscht die SPD bereits heute eine angenehme Vorweihnachtszeit und einen guten Übergang ins Neue Jahr 2012.

SPD empört über Verhalten von Bürgermeister Heyes

Uli Winkler Uli Winkler

Willich. Mit Erstaunen, ja mit gewisser Entrüstung nahm die SPD den in der Presse und bereits seit Tagen in der Öffentlichkeit kursierenden Wunsch der Bernhard-Schulkonferenz zur Kenntnis, dass die Malteser eine Sekundarschule anstelle einer zweiten Gesamtschule in unserer Stadt errichten wollen. In diesem Zusammenhang ergibt die Äußerung des Bürgermeisters einen ganz anderen Sinn, der sich zu Beginn der letzten Ratssitzung vollkommen unerwartet positiv zur Errichtung einer Sekundarschule bekannte. Daher sollte er sich mit Vorwürfen gegenüber dem SPD-Vorsitzenden zurückhalten, dieser habe Geheimnisse ausgeplaudert über den Wunsch der Malteser.

Die SPD lehnt den Wunsch der Malteser ab. Eine weitere Schule unter Leitung des privaten Trägers würde bedeuten, dass 50% aller weiterführenden Schulen in Willich in katholischer Hand wären und hätte zur Folge, das die Malteser massiv die hiesige Schulpolitik beeinflussen können. Gerade aber um die Schülerströme zu lenken und die Schüler auf die Schulen zu verteilen, darf die Stadt ihre Handlungshoheit nicht an einen privaten Träger abgeben.

Seit Monaten setzt sich die SPD für die Gründung einer zweiten Gesamtschule ein – was im übrigen auch dem Wunsch der meisten Eltern entspricht – und ist froh, darüber eine Einigung mit den anderen Parteien hergestellt zu haben. Umso ärgerlicher ist jetzt der Vorstoß der Malteser, der erneute Unruhe in die Schullandschaft bringt. Eine Sekundarschule könnte nämlich frühestens 2013 starten und dann müssten im kommenden Schuljahr erneut mehr als 100 Kinder „im Regen stehen“ bleiben, weil sie an der jetzigen Gesamtschule abgewiesen wür-den.

Die SPD hofft, dass es bei dem parteiübergreifenden Beschluss bleibt, den auch der Bürgermeister akzeptieren muss, dass im nächsten Sommer die zweite Gesamtschule an den Start gehen kann.

08.12.2011

2. Gesamtschule für Willich: Hinhaltetaktik der CDU und das Verhalten von Bürgermeister Heyes empören Zuhörer

"Als aufmerksamer Besucher der gestrigen Ratssitzung hätte man den Eindruck gewinnen können, dass alle etwas wollen, aber nicht unbedingt Dasselbe!

Auch wenn noch nicht alle Unterlagen für einen Antrag an die Bezirksregierung zusammengetragen wurden - Anm. Wenn rechtzeitig entschieden worden wäre, wäre Zeit in Hülle und Fülle vorhanden gewesen - ist diese Begründung einen Beschluss in Willich eine 2. Gesamtschule endgültig auf den Weg zu bringen nicht zu fassen, völliger Blödsinn!

Ich kann jederzeit Anträge stellen und erforderliche Unterlagen nachreichen. Dass sich die CDU hier so vor den Verwaltungskarren hat spannen lassen, ist aus Elternsicht einfach nicht nachvollziehbar. Oder ist es schlussendlich doch noch ein anderer Karren?!? Eine Sache wird nicht alleine dadurch richtiger und besser, wenn ich immer wieder beteuere eine Entscheidung hierüber erst in der Zukunft treffen zu wollen! Aber leider haben auch andere Parteien die erneute Hinhaltetaktik offenbar nicht verstanden.

Dass der Antrag der SPD, den Eltern endlich Rechtssicherheit zu geben, keine Aussicht auf Erfolg hatte, war bei den Mehrheitsverhältnissen in Willich leider von vorne herein klar.

Ich kann der Elterninitiative für die 2. Gesamtschule nur raten weiter massiv Druck vor allem auf die CDU zu machen, damit nicht am 21.12.2011 das große Erwachen kommt.

Was die Politik am Donnerstag abend in Willich hinsichtlich Bürgerwillen und Entscheidungsfreudigkeit gezeigt hat, war ein Armutszeugnis.

Und die Antwort von BM Heyes auf die Fragen der besorgten Mutter haben sicherlich - hoffentlich - der CDU viele Stimmen gekostet.

So darf ein Bürgermeister eine Bürgerin nicht abkanzeln. Das gehört sich schlicht und ergreifend nicht!

Ein wenig mehr Respekt vor Ihren Mitbürgerinnen und Mitbürgern, Herr Heyes!"

 

25.11.2011 8.50 Uhr Kommentar einer Leserin zum Artikel in der RP - Gesamtschule kommt / oder doch nicht???

SPD fordert Baumschutzsatzung

Klaus-Olaf Platz Klaus-Olaf Platz

Willich. Auf Anregung der Vorstandsmitglieder Klaus Olaf Platz und Uli Winkler hat die Anrather SPD folgenden Antrag verabschiedet:

Die Verwaltung wird beauftragt, eine Baumschutzsatzung für die Stadt Willich auszuarbeiten und dem Umweltausschuss zur Abstimmung vorzulegen.

Da Bäume, insbesondere große Bäume, eine wichtige Aufgabe in unserer Umwelt haben, dür-fen diese nicht nach Gutdünken gefällt werden, sondern sollten durch eine entsprechende Satzung vor willkürlicher Fällung besonders geschützt werden.

Die Anregung zu diesem Antrag ist aus der Mitarbeit in der Bürgerinitiative „Rettet die Kas-tanien“ erwachsen. Die beiden Initiatoren sind der Meinung, dass durch eine Baumschutzsat-zung die jetzt von der Stadt geplante Fällung der Kastanien am Anrather Bahnhof nicht so ohne Weiteres möglich wäre.

Klaus Olaf Platz und Uli Winkler haben ganz bewusst beantragt, dass die Verwaltung solch eine Satzung ausarbeiten soll, da sie zum einen über die entsprechenden fachkundigen Mitar-beiter verfügt und sie zum anderen die Satzung umsetzen und eventuelle Verstöße ahnden muss.

Dabei ist es durchaus denkbar, dass sich die Satzung nur auf die Bäumne im öffentlichen Raum bezieht und die Privateigentümer außen vor bleiben. Dies soll aber von der Verwaltung ausgearbeitet werden.

Die SPD-Fraktion hat dem Antrag bereits einstimmig zugestimmt, so dass er demnächst im Umweltausschuss besprochen und beschlossen werden kann.

25.11.2011

SPD-Mitgliederversammlung votiert einstimmig für die Einrichtung einer 2. Gesamtschule

SPD-Chef Jürgen Hansen SPD-Chef Jürgen Hansen

Willich. Einstimmig (bei 2 Enthaltungen) hat sich die SPD der Stadt Willich auf ihrer Mitgliederversammlung am gestrigen Mittwochabend in der Brauerei Schmitz-Mönk in Anrath für die Einrichtung einer 2. Gesamtschule in der Stadt Willich ausgesprochen. Sie folgte damit dem Antrag der Parteiführung um Parteichef Jürgen Hansen. Die Partei- und Fraktionsführung erhielt damit die notwendige Rückendeckung für die entscheidende Abstimmung im Rat. Im Beisein von Vertreterinnen der Elterninitiative für eine 2. Gesamtschule hatte die SPD vorher ausgiebig diskutiert und alle Vor- und Nachteile der verschiedenen Schulformen beleuchtet. Und auch die Jusos waren letztlich nach vielen Gesprächen zu dem Ergebnis gekommen, dass die von ihnen bisher favorisierte Sekundarschule sicherlich in vielen Kommunen die bessere Alternative sein kann, in Willich jedoch nur eine 2. Gesamtschule sinnvoll ist. Die Elterninitiative bedankte sich ausdrücklich für die Unterstützung durch die SPD. Sie habe letztlich mit dazu beigetragen, dass die Entscheidung zugunsten einer 2. Gesamtschule gefallen sei. Fraktionschef Bernd-Dieter Röhrscheid gab den Dank an die Elterninitiative zurück: „Ohne Ihr Engagement wäre die CDU- Mehrheitsfraktion niemals umgeschwenkt. Dass sie sich jetzt auch zur Einführung einer 2. Gesamtschule bekennt ist auch dem massiven Druck der Eltern zu verdanken!“

SPD-Geschäftsführer Detlef Nicola war mit dem Ablauf der Versammlung sichtlich zufrieden: „Die SPD hat wieder einmal gezeigt, dass sie eine diskutierfreudige Partei ist, die sich aber in den entscheidenden Momenten zu ihrer Verantwortung für die Stadt Willich bekennt und die richtigen Entscheidungen trifft.“

24.11.2011

2. Gesamtschule in Willich kommt!

Martin Dorgarthen Martin Dorgarthen

Willich. Nun ist es beinahe geschafft! In der Sondersitzung des Schulausschusses am 21.11.2011 hat sich endlich auch die CDU bewegt, und zwar in die richtige Richtung. Das Eingeständnis der CDU, viel dazu gelernt zu haben, gibt Hoffnung, dass sowohl das überwältigende Engagement der Eltern mit über 1.200 Unterschriften für die zweite Gesamtschule in Willich, als auch das beharrliche Festhalten der SPD an der Einrichtung einer zweiten Gesamtschule – wie übrigens auch der FDP und den Grünen – nun Früchte trägt. Der Elternwillen ist umgesetzt worden und mit der zweiten Gesamtschule wird es in Willich in absehbarer Zeit eine Schullandschaft mit nur noch zwei weiterführenden Schulformen geben; und das ist auch gut so. Nun wird allen Kindern die Möglichkeit gegeben, eine Gesamtschule zu besuchen, um länger gemeinsam lernen zu können und auch dem G8-Stress aus dem Weg zu gehen. "So wird der unterschiedlichen Entwicklungsgeschwindigkeit der einzelnen Schülerinnen und Schülern Rechnung getragen. Der 21.11.2011 war ein guter Tag für die Schullandschaft in Willich!" freut sich SPD-Schulausschussmitglied Martin Dorgarthen, der sich gemeinsam mit seinen SPD-Kollegen stets für die Einrichtung einer 2. Gesamtschule eingesetzt hat.

22.11.2011

"Sind Sie noch ganz dicht?" SPD Anrath informiert zum Thema Dichtigkeitsprüfung

Uli Winkler Uli Winkler

Anrath. Besonders die Kostenfrage und die Vorgehensweise bei den anstehenden Dichtheitsprüfungen sind bei den Bürgern von großem Interesse. Aus diesem Grund veranstalten die SPD Anrath eine öffentliche Informationsveranstaltung in der Gaststätte Schmitz-Mönk, Jakob-Krebs-Str., Donnerstag, 17.11.2011, um 19.00 Uhr. Dazu sind alle interessierten Bürger herzlich eingeladen. Sachkundige Mitarbeiter der Stadtverwaltung werden zu dem Thema referieren und Ihre Fragen beantworten.

04.11.2011

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Bernd-Dieter Röhrscheid wird 65

Bernd-Dieter Röhrscheid Bernd-Dieter Röhrscheid

Schiefbahn. 65 Jahre alt wird am Donnerstag der Willicher SPD-Fraktionsvorsitzende Bernd-Dieter Röhrscheid. Der Kommunalpolitiker lehrt am Schiefbahner St. Bernhard Gymnasium Politik, Sozialwissenschaften und Sport und wird als Studiendirektor zum 31. Januar 2012 in den Ruhestand gehen.

Nach dem Besuch der evangelischen Volksschule in Schiefbahn, dort wohnt die Familie seit 1955, begann Bernd-Dieter Röhrscheid eine Ausbildung als Starkstromelektriker bei den Deutschen Edelstahlwerken, machte parallel seine Fachhochschulreife, später das Abitur und das studierte in Bochum.

Der SPD gehört Röhrscheid seit 1970 und dem Rat seit 1984 an, seit 1989 ist er ununterbrochen der Fraktionsvorsitzende, war 2004 auch der Bürgermeister-Kandidat der SPD.

In seinem Ruhestand will sich der in Kassel geborene Schiefbahner intensiver um sein Hobby „Familienforschung“ kümmern und dafür sorgen, dass im gesamten Stadtgebiet überall dort, wo früher deportierte Juden gelebt haben, die so genannten „Stolpersteine“ verlegt werden.

Was der jetzt 65-Jährige noch überlegt: „Vielleicht mache ich noch ein Senioren-Studium der Mediävistik.“ Mediävistik ist die Wissenschaft vom europäischen Mittelalter.

03.11.2011

Schulentscheidung: Chance durch CDU vertan

Martin Dorgarthen Martin Dorgarthen

Willich. Leider hat die CDU in der Sondersitzung am 6.10.2011 die Chance vertan, ca. 110 Schülerinnen und Schülern bereits zum Schuljahr 2012/2013 eine Sicherheit zu geben, nicht wieder von der Gesamtschule in Willich abgewiesen werden zu müssen!

Das kann nur auf Bedauern und Unverständnis stoßen und ist nicht nachvollziehbar, zumal in der regulären Schulausschusssitzung am 27.9.2011 von der gleichen Partei die Aussage kam, die Schullandschaft so schnell wie möglich zugunsten der Schülerinnen und Schüler in Willich zu verändern.

Natürlich kann und darf man bei solch einer wichtigen und langfristigen Entscheidung nichts überstürzen, aber wenn ein Fragenkatalog an die Bezirksregierung gestellt wurde, der sich auf die Einrichtung einer zweiten Gesamtschule bezog, (und leider nicht sehr zufriedenstellend beantwortet wurde), und dann in der Sondersitzung wenig zur Bildung einer Sekundarschule gesagt wurde, vermisse ich doch ein Votum wenigsten zu einer Schulform sehr, damit bei den Eltern und Kindern wenigstens hier ein bisschen Sicherheit herrscht.

Nun werden wieder über 100 Kinder an der Gesamtschule abgewiesen, die Johannesschule wird weiter um das Überleben kämpfen und auch die Realschule weniger Anmeldungen verzeichnen. Hier sollte sich die CDU einmal fragen, ob das im Sinne der Willicher Kinder und Eltern ist!

Der negative Höhepunkt in dieser für die SPD wichtigen Angelegenheit waren dann die Äußerungen der CDU-Politiker in der Presse in der 41. Kalenderwoche, mit denen sie den Bürgerinnen und Bürgern die Hinhaltepolitik ihrer Partei zu erklären versuchten. Allein es blieb beim nicht geglückten Versuch! Die Worte müssen den Eltern und Kindern, die im nächsten Jahr wiederum von der Gesamtschule abgelehnt werden, wie Hohn vorkommen. Man wolle etwas für die Kinder tun, ja, aber nicht jetzt und wenn ich nicht mehr weiter weiß, dann bilde ich einen Arbeitskreis. Politik lebt auch von spontanen Entscheidungen - scheinbar aber nicht die CDU in Willich -. Anders ist diese reine Verzögerungs- und Verunsicherungspolitik nicht zu verstehen! Eine zweite Gesamtschule bedarf keines Schnellschusses aus der Hüfte. Es gibt in Willich bereits eine Gesamtschule. Unverständlich, dass dies in der CDU anscheinend niemand weiß. Man könnte meinen, dass etliche CDU-Politiker in der letzten Sondersitzung des Schulausschusses rein körperlich anwesend waren, sonst hätten Sie mitbekommen, dass sowohl die Eltern, als auch die Bezirksregierung und nicht zuletzt auch die Kinder die Bildung einer zweiten Gesamtschule favorisieren bzw. vehement unterstützen und bewerben. Der Bürgerwille steht bei diesen Volksvertretern anscheinend leider nicht im Vordergrund und hat für eine vernünftige Entscheidungsfindung nicht ausgereicht! Schade, dass hier eine Chance vertan wurde.

15.10.2011

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft zu Besuch bei der Willicher SPD

Hannelore Kraft sprach bei ihrem Besuch bei der Willicher SPD über den Zusammenhalt in Europa, der auch in Krisenzeiten wichtig sei, und sie prangerte Dumpinglöhne und Zeitarbeit in Deutschland an. Foto: Achim Hüskes Hannelore Kraft sprach bei ihrem Besuch bei der Willicher SPD über den Zusammenhalt in Europa, der auch in Krisenzeiten wichtig sei, und sie prangerte Dumpinglöhne und Zeitarbeit in Deutschland an. Foto: Achim Hüskes

Neersen. NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft war am Mittwochabend zu Gast beim SPD-Ortsverein Willich, um verdiente Mitglieder zu ehren. Ein Mitarbeiter von ihr, der in Willich lebt, hatte den Termin eingefädelt.

"Ich glaub es nicht, jetzt singt sie auch noch." Christian Lange eilt zu seinem Platz im Neersener Wahlefeldsaal, um den Fotoapparat zu holen. Im Sucher findet er seine Chefin, die gemeinsam mit dem Trio "Streetlife" den Beatles-Klassiker "Yesterday" singt. Selten ist im Wahlefeldsaal so viel fotografiert werden, wie an diesem Abend.

Die Männer vom Staatsschutz beobachten die Szenen gelassen. Sie haben hier keinen Stress. Es gibt nur eine Türe in den Saal und vor dem steht die Polizei mit einem Einsatzwagen. Im Saal selber sind die etwa 70 Versammelten dem prominenten Gast wohlgesonnen. Sie klatschen begeistert, als Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin, Landesvorsitzende der SPD und Bundesratspräsidentin, ihre spontane Gesangseinlage beendet hat und noch einmal fürs Foto posiert, noch einmal Hände schüttelt, noch einmal Schulterklopfen und anerkennende Blicke entgegen nimmt, um dann auf die Rückbank des Dienstwagens zu verschwinden und sich durch die Nacht chauffieren zu lassen.

 

Vom Vorsitzenden begrüßt

 

Zweieinhalb Stunden war sie da, zweieinhalb Stunden, die in die Geschichte des SPD-Ortsvereins Willich eingehen werden. "Ich hab immer gesagt: 'Ich glaub das erst, wenn Hannelore im Türrahmen steht'", sagt Jürgen Hansen, Vorsitzender des Ortsvereins. Und dann steht sie im Türrahmen und grüßt freundlich. "Das war ja schließlich auch ein Wahlversprechen, und die muss man halten", sagt Hansen in seiner Begrüßungsrede.

Christian Lange nickt zustimmend. Er war es, dem Hannelore Kraft das Versprechen gegeben hatte. "Wenn Du die Wahl gewinnst, musst Du mal zu meinem Ortsverein kommen", hatte der Mitarbeiter der SPD-Landtagsfraktion im Frühjahr 2010 zu seiner Chefin gesagt. Kraft sagte zu und als der Wahltrubel verebbt war, suchte die Staatskanzlei für 2011 nach einem Termin.

Der Ortsverein Willich nutze den besonderen Abend, um seine langjährigen Mitglieder in einer von SPD-Geschäftsführer Detlef Nicola perfekt organisierten Veranstaltung zu ehren. Dass Christian Lange seine Urkunde für 25 Jahre Parteizugehörigkeit aus den Händen der Landesvorsitzenden überreicht bekam, hätte er sich nicht träumen lassen. "Es ist verrückt", sagt der Neersener, der in der Landesfraktion für Presse- uns Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, "ich habe schon viele Veranstaltungen mit 1000 Leuten erlebt, aber hier ist das doch etwas anders." Nervös reibt Lange sich die Hände. Aber alles läuft gut.

Kraft ist Profi. Souverän steht sie am Rednerpult und spricht eine halbe Stunde lang in freier Rede über den Zusammenhalt in Europa, der auch in Krisenzeiten wichtig sei, prangert Dumpinglöhne und Zeitarbeit in Deutschland an, spricht von dem Schuldenberg in NRW, von dem das Land runterkommen und über Bildung, in die das Land investieren müsse. Anschließend hört sie sich noch viele Reden an, die meisten mit weniger rhetorischer Finesse. Kraft lächelt und bleibt Profi. Sie überreicht die Urkunden und findet für jeden ein persönliches Wort.

 

Ehrung für Renate Tippmann

 

Als die Laudatio auf Renate Tippmann beendet ist, greift Hannelore Kraft selber noch einmal zum Mikrofon: "Es ist mir eine Ehre, Dich zu ehren", sagt die SPD-Politikerin, "denn ohne Frauen wie Dich stünde ich heute nicht hier." Tippmann, 77 Jahre alt, war 1978 die erste Frau im Vorsitz des Ortsvereins und 1979 bis 1989 die erste stellvertretende Bürgermeisterin. Bis 2007 saß sie im Stadtrat. Für ihr besonderes Engagement bekam die "Grand Dame der SPD in Willich", so Jürgen Hansen, die Willy-Brandt-Medaille verliehen und ein Erinnerungsfoto mit ihrer Ziehtochter im Geiste, Hannelore Kraft.

(Quelle: Rheinische Post)

 

06.10.2011

Joschka Langenbrinck siegt in Berlin

Joschka Langenbrinck mit dem regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit Joschka Langenbrinck mit dem regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit

Willich - Berlin. Joschka Langenbrinck hat’s geschafft: Der ehemalige Vorsitzende der Willicheer Jusos wird Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses. Bei der Wahl am vergangenen Sonntag holte der Sozialdemokrat in seinem Neuköllner Wahlbezirk 36,3 Prozent der Stimmen. Der 26-Jährige, der am St.-Bernhard-Gymnasium Abitur gemacht hat, war 2005 stellvertretender Vorsitzender der Willicher SPD. Nachdem er 2006 Student der Politikwissenschaft in Potsdam geworden war, zog er in die Bundeshauptstadt – und machte dort politische Karriere. Willichs SPD-Geschäftsführer Detlef Nicola gratulierte noch in der Wahlnacht über Facebook dem neuen Mandatsträger.

19.09.2011

SPD besucht Jugendplatz in Wekeln

Alt-Willich. Bei einer Begehung der Alt Willicher Sozialdemokraten, des Gebietes um das Stahlwerk Becker stand auch der neue Jugendplatz in Willich auf dem Programm. Der neben dem bereits vorhandenen Bolzplatz, durch die Stadt Willich angelegte Platz, bietet den Jugendlichen einige neue Perspektiven. Die vorhandenen Tische, Bänke und Abfallbehältnisse sind recht robust und halten sicherlich manchem Nutzen stand. „Erfreulicherweise wurden auch Schotterkreise angelegt, auf denen sich durchaus ganz gut auch einmal ein Grill o.ä. aufstellen läßt.“ begutachtet Marcus Mülders das recht ansprechende Areal.

Dieser Platz ist eine gute Alternative, zum zuletzt sehr umstrittenen und von einigen Jugenlichen zweckentfremdeten sogenannten „Wekelner See“. Das findet auch mancher der zukünftigen „Paten“ und Nutzer des Geländes. In Gesprächen mit ihnen und einer der Streetworkerinnen der Stadt Willich ist zu erfahren, dass die Jugendlichen bereits einen Flyer herausgebracht haben, indem sie „ihren“ neuen Platz vorstellen, aber auch klare „Nutzungsbedingungen“ für alle stilisieren. „Wer hätte diese Eigeninitiative und das Engagement für möglich gehalten ? Ich bin sehr angetan von der Tatsache, dass den Initiatoren für einen solchen „selbstverwalteten“ Platz nachwievor nicht die Ideen ausgehen sich dort auch zukünftig zu verwirklichen.“ Ist vom Alt Willicher SPD Vorsitzenden zu erfahren. „ Wir stehen mit den Jugendlichen in persönlichem Kontakt und haben ihnen für weitere Gestaltung und eine kleine geplante Einweihung unsere Hilfe zugesagt“. Erneuert Mülders seine Zusage auch persönlich dazu beizutragen, dass es durchaus ein gutes Miteinander der Bürgerinnen und Bürger verschiedenen Alters geben kann.

Die Jugendlichen wollen selber Berührungsängste abbauen und für mehr Akzeptanz sorgen. So wird es eine Beteiligung am Wekelner Stadtteilfest am 9. Oktober geben um mit den Erwachsenen ins Gespräch zu kommen, erfuhren die SPD Politiker aus erster Hand.

16.09.2011

Uli Winkler zur geplanten Fällung der Kastanien am Anrather Bahnhof

Uli Winkler Uli Winkler

Hilflos und frustiert muss man zusehen, wenn demnächst die Kastanienbäume am Anrather Bahnhof gefällt werden. Über 50 Jahre standen diese das Gelände prägenden Bäume auf der nördlichen Bahnhofsseite. Plötzlich sieht die Bahn im Zuge des Umbaus die Chance, die Straße mit den Bäumen an die Stadt Willich zu verkaufen – und sie nutzt diese Möglichkeit. So hat das Verkehrsunternehmen gleich zwei „Fliegen mit einer Klappe“ geschlagen: Es braucht die Bäume nicht mehr pflegen, sondern kann jetzt sogar Forderungen an die Stadt stellen und die Stadt hat den „Schwarzen Peter“, weil sie damit auch die Verkehrssicherungspflicht übernehmen muss.

Kurz nach dem Verkauf an die Stadt heißt es plötzlich, dass die Kastanien ein erhebliches Risiko für die Oberleitung und die Gleise darstellen (Bruchgefahr bei Sturm) und dass die Pflegekosten mindestens 1500,- € jährlich betragen. Auch der Zustand der Bäume lasse keine lange Lebenszeit mehr erwarten.

Natürlich kann ich als Laie nicht beurteilen, ob die Bäume ein Verkehrsrisiko darstellen und womöglich Menschenleben gefährden – dann müssen die Bäu-me natürlich weg.

Auch kann ich die Behauptung nicht widerlegen, dass die Bäume krank seien, ebenso wenig kann ich sagen, ob die Pflegekosten tatsächlich so hoch sind. Dabei weiß ich allerdings, dass man für das Geld, das für die Fällung ausgegeben wird, diese noch mindestens 5 – 8 Jahre pflegen könnte.

Dennoch bleibt ein schaler Beigeschmack und ich frage mich, wieso die genannten Bedenken erst jetzt –nach dem Verkauf an die Stadt – genannt werden. Ein Baum wird nicht von heute auf morgen krank und brüchig. Wenn das Risiko durch die Bäume zu groß, bzw. erheblich war, dann frage ich mich, warum sie von der Bahn nicht schon längst gefällt wurden.

Selbstverständlich muss jeder Besitzer eines Baumes für dessen Pflege zahlen. Auch das wusste die Stadt beim Kauf der Bäume. Ich meine, der genannte Betrag sollte es der neuen Eigentümerin Stadt Willich wert sein, diese wunderschönen alten Kastanien am Leben zu halten. Und schließlich ist es schon seltsam, dass im Rahmen des Umbaus an keiner Stelle die geplante Fällung der Kastanien öffentlich erwähnt wurde. Erst durch den Hinweis eines Bürgers wurden Politik und Öffentlichkeit informiert.

Ich hätte mir gewünscht, dass man zunächst einmal alles daran gesetzt hätte, die Kastanien zu erhalten. Schade – wieder geht ein gutes altes Stück Anrath verloren.

16.09.2011

SPD unterstützt Bürgerinitiative Wekeln

Marcus Mülders Marcus Mülders

Alt-Willich. Aus aktuellem Anlass hat sich die SPD Alt Willich, bereits seit einigen Wochen, intensiv mit dem Thema Sicherheit im jüngsten Willicher Stadtteil Wekeln beschäftigt. „Wir begrüßen und unterstützen die Bürgerinitiative - Wekeln muß sicherer werden -“ So Marcus Mülders, SPD Vorsitzender in Alt Willich. „Manchmal braucht es leider die Tatkraft von Bürgern selber um wichtige Angelegenheiten anzustoßen“. Erfreulicherweise hat auch die Verwaltung den Initiatoren Gelegenheit gegeben ihre Vorschläge für mehr Sicherheit, insbesondere für unsere Kinder, auf unseren Straßen, in einem öffentlichen Forum zu übergeben. Diese Liste werde auch sorgfältig von der SPD geprüft und diskutiert. Hierbei ist man sich einig, so Mülders weiter, dass effektive Sofortmaßnahmen in Angriff genommen werden müssen. Ein besonderer Aspekt gilt da auch den Forderungen der Bürger nach FGÜ´s, den sogenannten Zebarstreifen.

Solche Maßnahmen sind durchaus unterstützenswert. Zu bedenken sei hier aber, dass FGÜ´s i.d.R. ein langwieriges Planungs- und Genehmigungsverfahren nach sich ziehen und daher eher höchstens mittelfristig umsetztbar sind. Hierbei „malt“ man nicht einfach ein paar Streifen mit weißer Farbe auf die Straße, es handelt sich vielmehr um eine ordentliche Baumaßenahme, die den Landesbetrieben Straßen NRW obliegt. Kurzfristig sind für die SPD beispielsweise elektronische Hinweistafeln denbar. Diese messen die gefahrene Geschwindigkeit der Fahrzeuge und geben ein entsprechende Mitteilung optisch an den Fahrer weiter. Dabei wird nicht die Geschwindgkeit angezeigt, sondern wenn das Fahrzeug die vorgeschriebe km/h Zahl einhält ein freudliches Danke ! oder eben ein mahnendes Langsam ! sollte diese überschritten werden. (Siehe Fotos im Anhang – gesehen vor einigen Tagen in Oberhausen Sterkrade).

„Welche Maßnahmen auch immer realisierbar und sinnvoll sind, ist zu prüfen. Wichtig ist aber, dass dem Ansinnen der Bürgerinnen und Bürger, was die Sicherheit nicht nur der Willich – Wekelner Straßen angeht kurzfristig nachgekommen wird. Wir unterstützen daher auch in Zukunft solche Initiativen weil wir uns in der Pflicht sehen bestmögliche Sicherheit für die Willicherinnen und Willicher unserer Stadt zu gewährleisten“, resümiert Marcus Mülders.

14.09.2011

SPD: Schiefbahn wird lebendiger

Ulrich Bünstorf Ulrich Bünstorf

Schiefbahn. Der Schiefbahner SPD-Bürgertreff im Juni hat zu ersten handfesten Veränderungen geführt. So wurde an diesem Abend das Thema Außengastronomie angesprochen und die anwesende Wirtin der Gaststätte „Em Tömp“ bekundete ihr Interesse, den Gehweg für ein paar Tische zu nutzen. Nach einem weiteren Ortstermin unter der Leitung der Innenstadtmanagerin Christel Holter konnte dann grünes Licht gegeben werden: Es wird in den nächsten Tagen die Genehmigung für den Tömp und den „Genuss-Grill“ zur Nutzung des Gehwegs für Außen-gastronomie erteilt. Großen Dank gebührt Frau Holter für das große Engagement in dieser Sache. Der SPD-Stadtbezirk Schiefbahn begrüßt ausdrücklich, dass die Außengastronomie in Schiefbahn erweitert wird. „Dies wird den Stadtteil lebendiger machen“, so der Stadtbe-zirksvorsitzende Ulrich Bünstorf.

27.07.2011

SPD Willich zum Schulkonsens in NRW

Uli Winkler Uli Winkler

Willich. Die SPD der Stadt Willich begrüßt die Einigung der nordrhein-westfälischen Landesregierung mit der CDU zur zukünftigen Gestaltung der Schullandschaft. Endlich ist es gelungen, einen Konsens in der Schulpolitik zu erzielen, der zum einen die Kinder und Jugendlichen in den Mittelpunkt des Handelns stellt und zum anderen für die kommenden zwölf Jahre andauern soll.

Gewinner in der Stadt Willich sind die Schülerinnen und Schüler, die Eltern, die Lehrerinnen und Lehrer sowie die politischen Entscheidungsträger. Sie alle haben nun zwölf Jahre Pla-nungssicherheit und Verlässlichkeit.

Ob die neue Schulform nun Sekundarschule oder Gemeinschaftsschule oder sonst einen Namen trägt, ist für uns in Willich unerheblich. Entscheidend ist, dass alle Kinder länger gemeinsam lernen und optimal gefördert werden können, um ihren Talenten, Begabungen und Entwicklungschancen gerecht zu werden – unabhängig von ihrer Herkunft!

Angesichts des dramatischen Schülerrückgangs in unserer Stadt und der damit verbundenen drohenden Schulschließungen wird die SPD die Verwaltung auffordern, bereits in der nächsten Schulausschusssitzung erste Überlegungen vorzutragen, ob durch die Gründung einer Sekundarschule dem Wunsch vieler Eltern und Schüler entsprochen werden und u.a. ein Abwandern in die Nachbarstädte verhindert werden kann. Sicherlich wird sich auch die Willicher CDU diesem Wunsch nicht verschließen, denn zumindest auf Landesebene haben die „schwarzen Politiker“ endlich erkannt, dass das längere gemeinsame Lernen den Vorstellungen der Eltern und Pädagogen von einem gerechten Schulsystem entspricht.

Besonders erfreut ist die Willicher SPD darüber, dass sich wesentliche Inhalte der zunächst für einen Modellversuch vorgesehenen Gemeinschaftsschule in der neuen Sekundarschule wiederfinden. So sind in dieser Schulform alle Abschlüsse der Sekundarstufe 1 möglich, d.h. sie bereitet die Kinder sowohl auf die berufliche Ausbildung als auch auf die Hochschulreife vor. Sie ist eine Ganztagsschule. Sie ist mindestens dreizügig, kann also schon mit 69 Kindern in einer Jahrgangsstufe starten.

Die Willicher SPD begrüßt, dass sich die Landes-CDU endlich bewegt hat und einer kindge-rechten, wohnortnahen Schulpolitik zugestimmt hat. Jetzt hoffen die Sozialdemokraten, dass diese Landesgedanken auch Eingang in die Politikerköpfe der hiesigen Mehrheitsfraktion finden, damit man auch vor Ort den Wünschen der Eltern und Schüler gerecht werden kann.

22.07.2011

Umbau des Anrather Bahnhofvorplatzes gerät ins Stocken

Anrath. Nicht nur bei den Abfahrtszeiten der Personenzüge ist die Bahn vielfach unpünktlich, sondern auch bei der Bearbeitung von berechtigten Bürgerwünschen. Bereits vor einigen Monaten hatte die Bahn mitgeteilt, dass sie der Stadt Willich das für den Umbau des nördlichen Teils des Anrather Bahnhofs erforderliche Grundstück zur Verfügung stellen werde. Daraufhin hatte das städtische Planungsamt als Baubeginn den 06.06.2011 vorgesehen und die entspre-chende Baufirma mit den Arbeiten beauftragt. Auch die erforderlichen Genehmigungen wur-den eingeholt und sollte lediglich der lang vorbereitete Besitzübergang erfolgen, damit die Stadt loslegen konnte.

Auf Nachfrage des Ratsherrn Uli Winkler teilte der zuständige Geschäftsbereichsleiter mit, dass es trotz konkreter Vorgaben der Stadt Willich immer noch keinen Beurkundungstermin mit der Stadt gegeben hat. Dies bedeutet, dass die Stadt Willich immer noch nicht im Besitz des „Baugrundstücks“ ist und somit kein Umbau erfolgen kann.

Dies ist – vorsichtig formuliert – eine grobe Unverschämtheit seitens des Unternehmes „Bahn“. Immerhin existieren die entsprechenden verabschiedeten Umbaupläne schon seit Jah-ren, ganz zu schweigen von den vielen Gesprächen, die schon vor langer Zeit zwischen Stadtverwaltung und Bahn dazu geführt wurden. Nach Meinung von Uli Winkler müsste das Bahn-Unternehmen ein gesteigertes Interesse daran haben, dass der Anrather Haltepunkt auch im nördlichen Teil entsprechend umgebaut wird und durch die Bereitstellung von weiteren Parkplätzen und Fahrradboxen noch mehr Menschen dazu bewegt werden, ihr Fahrzeug dort abzustellen und in den Zug umzusteigen. Es genügt heute nicht mehr, die Züge von A nach B fahren zu lassen, man muss auch ein ansprechendes Umfeld bei den Bahnhöfen schaffen, da-mit noch mehr Bürger den ÖPNV nutzen.

Die Anrather SPD hofft, dass die Bahn „endlich in dioe Pötte kommt“ und sich umgehend an ihre Zusagen hält, damit der Umbau des nördlichen Teils endlich erfolgen kann.

07.07.2011

Anrath: Bürger klagen über lose Bürgersteigplatten

Anrath. So langsam aber sicher machen sich die Einsparungen der Stadt Willich und des Kreises Vier-sen auch im Straßenverkehr immer mehr bemerkbar. Anders ist es kaum zu erklären, dass auf der Bogenstraße Bürgersteigplatten so lose sind, dass man sie problemlos anheben kann (siehe dazu das beigefügte Foto, auf dem Uli Winkler eine der Platten mühelos anhebt). Sie liegen nur noch locker auf dem Grundbelag und sind gefährliche Stolperfallen. Hier muss dringend Abhilfe geschaffen werden, damit es nicht noch zu Stürzen von Fußgängern kommt. Auch schief hängende oder abgebrochene Verkehrsschilder in der Anrather Fußgängerzone müssten den städtischen Mitarbeitern auffallen und wären früher auch sofort gerichtet worden (siehe Foto). Aber heute muss eben gespart werden und es wird vermutlich erst repariert, wenn das Schild herunterfällt.

Im Kreuzungsbereich der Bogenstraße mit der Lerchenfeldstraße gibt es aufgrund des hohen LKW-Aufkommens regelrechte Spurrillen im Asphalt. Wenn Busse und schwere Fahrzeuge über diese Stellen fahren, kommt es zu erheblichen Vibrationen und teilweise Erschütterungen in den angrenzenden Häusern. Auch hier wäre sicherlich früher schneller Abhilfe geschaffen worden im Sinne der Bürger – heute aber werden sie von der Verwaltung auf finanziell bessere Zeiten vertröstet.

Ein anderer Kritikpunkt, der aber weniger mit der Finanzkraft, sondern mit der mangelnden Einsicht und Rücksicht vieler Autofahrer zu tun hat, ist das unkontrollierte Parken im Wohn-gebiet Kehner Str. / Steinstr. Mehrere Anwohner wiesen darauf hin, dass man dort in den sog. „Spielstraßen“ nur auf den grau markierten Flächen sein Auto abstellen darf. Doch immer weniger Bürger halten sich an die Auflage und stellen ihre Fahrzeuge sogar gefährlich nahe an die Kreuzungsbereiche. Dies führt bei einbiegenden Fahrzeugen zu unübersichtlichen Situ-ationen und gefährlichen Beinahe-Zusammenstößen mit entgegenkommenden PKW`s. Hier appelliert der zuständige Wahlkreisbetreuer Uli Winkler an die Autofahrer, sich doch an die Verkehrsregeln zu halten und einen entsprechenden Abstand zu den Kreuzungen zu beachten. Außerdem schränkt dieses sog. „wilde Parken“ außerhalb der markierten Flächen die Einsichtmöglichkeiten für Kinder ein und bedeutet eine zusätzliche Gefährdung.

02.07.2011

SPD lädt zur Mitgliederversammlung: Thema ist der Doppelhaushalt 2011 / 2012

Willich. Zu einer Mitgliederversammlung lädt die Willicher SPD am Mittwoch, dem 06. Juli 2011, um 20 Uhr in die Gaststätte Krücken in Alt-Willich ein. Auf der Tagesordnung stehen die Vorstellung der Arbeit der Obleute der SPD in den Ausschüssen und die Parteireform 2011. Schwerpunktthema des Abends sind die Vorstellungen der SPD zum „Doppelhaushalt 2011 / 2012“.

Bürgertreff der Schiefbahner SPD: Wie geht es weiter im Zentrum von Schiefbahn?

Uli Bünstorf und Christel Holter stellen die Entwürfe vor Uli Bünstorf und Christel Holter stellen die Entwürfe vor

Schiefbahn. Die Innenstadtmanagerin der Stadt Willich, Christel Holter, informierte beim Bürgertreff des SPD-Stadtbezirks zu den beiden großen Bauprojekten in Schiefbahn. Holter war sich mit den anwesenden Bürgerinnen und Bürgern einig: Als „impulsgebende Maßnahmen“ werden Sparkassen- und Edeka-Neubau die Entwicklung von Schiefbahn positiv beeinflussen. Mit der Fertigstellung des Edeka-Gebäudes ist im Dezember dieses Jahres zu rechnen, die Sparkasse wird vermutlich Mitte 2012 fertig.

Kontrovers diskutierten die Teilnehmer der SPD-Veranstaltung das Thema Verkehrsführung. Aus seiner Sicht als Landwirt und Hofladenbesitzer kritisierte Josef Tillmanns die neu einge-richtete Verkehrsführung mit den Einbahnstraßen Zehnthofstraße und Wallgraben. Dadurch werde seinen Kunden die Erreichbarkeit des Hofladens erheblich erschwert. SPD-Vorsitzender und Ratsmitglied Jürgen Hansen versicherte, diese Problematik im Planungs-ausschuss anzusprechen und bei der Stadt auf eine Lösung des Problems hinzuwirken. „Es kann nicht angehen, dass durch die Änderung der Verkehrsführung die Geschäftsleute in Schiefbahn geschädigt werden“, erklärte Hansen. Außerdem wurde die geplante Entlas-tungsstraße zwischen dem Klosterpark (Aldi) und der Kreuzung Willicher/Korschenbroicher Straße thematisiert. Nach Auskunft des SPD-Fraktionsvorsitzenden Bernd-Dieter Röhrscheid ist diese Straße zwar geplant, aber eine Realisierung in der näheren Zukunft nicht zu erwar-ten. Innenstadtmanagerin Holter ergänzte, dass sich die Stadt bemühe, wenigstens den Kreisverkehr an der Kreuzung Willicher/Korschenbroicher Straße zu realisieren, hierzu fehlt aber immer noch der Investor.

Einhellig begrüßt wurde die zunehmende Außengastronomie in Schiefbahn. Diese trägt nach Meinung aller Anwesenden erheblich zur Belebung des Ortskerns bei. Deshalb sollten in Zu-kunft noch weitere interessierte Gastronomen die Möglichkeit bekommen, ihre Gäste auf Außenplätzen zu bewirten. Die SPD wird diese Anliegen nachhaltig unterstützen.

Nach der regen Diskussion verabschiedete der SPD-Stadtbezirksvorsitzende Ulrich Bünstorf die Anwesenden mit der Ankündigung, dass es in nächster Zukunft weitere SPD-Bürgertreffs zu anderen ortsbezogenen Themen gibt. Die SPD wird dazu über die Presse einladen.

30.06.2011

Anrather SPD begeht Wohnbereich

Uli Winkler Uli Winkler

Anrath. Am Freitag, 1. Juli, zwischen 17.30 und 19 Uhr veranstaltet die Anrather SPD erneut eine Wohnbereichsbegehung. Der Rundgang beginnt um 17.30 Uhr an der Ecke Bogenstraße/ Lerchenfeldstraße und führt dann über die Lerchenfeldstraße, Kehner Straße und Steinstraße zur Dohrfelder Straße. Weiter geht es am Prinz-Ferdinand-Platz vorbei über die Jakob-Krebs-Straße bis zur ehemaligen Post. Ab 19 Uhr findet ein Abschlussgespräch in die Gaststätte „Schmitz-Mönk“ auf der Jakob-Krebs-Straße statt.

27.06.2011

Willich braucht ein gutes Stück mehr SPD!

Hendrik Pempelfort Hendrik Pempelfort

Willich. „Ob in Sachen Bildung oder Steuern: Die SPD Willich konnte sich in letzter Zeit gut profilieren und hat gezeigt, dass sie ganz vorne mitspielen kann und will“, so Hendrik Pempelfort, stellv. Vorsitzender der SPD Anrath und Fraktionsmitglied der SPD Willich. Anders als CDU oder FDP weiß die SPD, was Willich beispielsweise in Sachen Bildung braucht. „Während die anderen Ratsfraktionen die Lösung noch suchen, veranstalten wir bereits eine Informationsveranstaltung, um die Mehrheitsmacht CDU über die Gemeinschaftsschule als Ideallösung für Willich aufzuklären.“ Auch zum Thema möglicher Steuererhöhungen schlägt die SPD eine Lösung vor, in welcher die Erhöhung der Steuern für die Bürgerinnen und Bürger weniger stark ansteigt als für Landwirte. „Leider hat die CDU zusammen mit der FDP diesen Antrag abgelehnt und zeigt damit wieder einmal, dass Willich ein gutes Stück mehr SPD braucht!“

23.06.2011

Kommentar zur Informationsveranstaltung der Willicher SPD am 21.06.2011

Uli Winkler Uli Winkler

Auf der SPD-Veranstaltung am 21.06. informierte der Referent der SPD-Fraktion im Düsseldorfer Landtag Burkhard Blienert über die Schulformen Gemeinschafts- Verbund- und Gesamtschule. Schnell wurde deutlich, dass die von der letzten schwarz-gelben Landesregierung eingerichtete Verbundschule keine sinnvolle Lösung ist, da sie lediglich zeitversetzt ab der Klasse 7 das „Schubladendenken“ zementiert. Hier werden lediglich zwei Schulformen – Realschule und Hauptschule – zu einem organisatorischen Verbund zusammengeschlossen mit einer Schulleitung und einem Lehrerkollegium, aber die fast unüberwindbare Trennung in zwei unterschiedliche Bildungsgänge wird auch an dieser Schulform viel zu früh vorgenommen.

Dagegen ist die Gemeinschaftsschule eine wirkliche Altenative. Wer den tieferen Sinn dieser Schulform, nämlich das möglichst lange gemeinsame Lernen der Kinder verstehen will, muss sich nur mit dem Prinzip der Gesamtschule auseinandersetzen. So ist es nur folgerichtig, dass der Referent die Gemeinschaftsschule als kleine Schwester der Gesamtschule bezeichnete. Einzige abweichende Bedingungen sind: Die Gemeinschaftsschule braucht nur 69 Kinder in drei Parallelklassen pro Jahrgang und sie muss keine eigene Oberstufe bilden, sondern kann mit einem Gymnasium, einer Gesamtschule oder einem Berufskolleg kooperieren.

Die Willicher SPD wird versuchen, eine Veränderung der Schullandschaft im Konsens mit den betroffenen Schulen zu fällen und behält sich vor, einer Gesamt- oder Gemeinschaftsschule zuzustimmen. Letzlich hängt die Entscheidung davon ab, ob genügend Schüler angemeldet werden und ob die Anmeldezahlen auf Dauer Bestand haben.

Für die SPD steht das Wohl der Knder im Vordergrund sowie der Wunsch vieler Eltern nach einer Ganztagsbetreuung und einem möglichst langen gemeinsamen Lernen, so dass erst nach 9 bis 10 Schuljahren die wichtige Entscheidung über den weiteren schulischen Werdegang getroffen werden muss.

Willicher SPD will eine Gemeinschaftsschule

Burkhard Blienert Burkhard Blienert

Willich. „Auf dem Weg zur Gemeinschaftsschule in NRW“. Unter dieser Überschrift referierte Burkhard Blienert, Referent für Schule, Weiterbildung und Wissenschaft der SPD-Landtagsfraktion auf Einladung der Willicher Sozialdemokraten in der Kulturhalle. Natürlich konnte er keine Patentlösungen für die sich in Willich abzeichnenden Probleme bieten. Aber er informierte vor allem über eine Schulform, an der derzeit jede vierte Kommune in NRW interessiert ist: die Gemeinschaftsschule.

Blienert nannte deren wesentliche Merkmale: „Sie ist in der Regel ein Schule der Sekundarstufe I; eine gebundene Ganztagsschule, errichtet durch die Zusammenfügung bestehender Schulen. Und sie gewährt gymnasiale Standards bis einschließlich Klasse 10.

 

Kooperation mit anderen Schulen ist denkbar

 

Außerdem sei eine Kooperation mit der Oberstufe eines Gymnasiums, einer Gesamtschule oder eines Berufskollegs möglich. Und die Gemeinschaftsschule soll mindestens dreizügig sein – sie könne ab 69 Erstklässler an den Start gehen. Blienert bezeichnete die Schule als „die kleine Schwester der Gesamtschule“.

Gemeinschaftsschule
Eine kurze Beschreibung dieser neuen Schulform in NRW.
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"Endlich eine umweltfreundliche Alternative"

Hendrik Pempelfort Hendrik Pempelfort

Schiefbahn / Kranenburg. Am letzten Sonntag unternahmen Mitglieder der Anrather SPD eine Fahrt von Kleve nach Kranenburg und zurück. Das besondere war, dass diese Fahrt mit einer Draisine erfolgte, wobei das Gefährt nur durch Muskelkraft angetrieben wurde. „Noch umweltfreundlicher geht es nicht“, so Hendrik Pempelfort, der zweite Vorsitzende. Leider spielte das Wetter nicht so mit, wie es die Anrather erwartet hatten. Doch trotz des Regens machte es einen riesigen Spaß und Lisa Krimgen, die am meisten gestrampelt hatte, schlug vor, dies auch einmal auf einer stillgelegten Bahnstrecke im Raum Willich auszuprobieren.

18.06.2011

Nach der Entscheidung von CDU und FDP gegen den SPD-Antrag: „Leidtragende sind alle: Hausbesitzer, Mieter, Schüler, Vereine und Wohlfahrtsverbände!“

Detlef Nicola Detlef Nicola

Willich. SPD-Geschäftsführer Detlef Nicola hat die Entscheidung von CDU und FDP gegen den SPD-Antrag zur Haushaltskonsolidierung in der letzten Ratssitzung kritisiert: „Hier ist eine große Chance vertan worden, soziale Gerechtigkeit auch in der Stadt Willich zu praktizieren!“ Stattdessen habe die Schwarz-Gelbe Rats-Koalition sich eindeutig für ihr Klientel entschieden: Landwirte und Unternehmer. Vor allem Bürgermeister Josef Heyes, der sich immer gerne volksnah gibt, habe hier eindeutig Position gegen die Bürger ergriffen und damit endlich klargestellt, auf welcher Seite er eigentlich stehe. „Leidtragende sind alle: Hausbesitzer, Mieter, Schüler, Vereine, Wohlfahrtsverbände unserer Stadt. Denn mit unserem Antrag wäre erreicht worden, dass sämtliche Kürzungen bei den Vereinen und Wohlfahrtsverbänden wieder zurückgenommen werden. Und für den Bildungsbereich wären auch zusätzliche Mittel zur Verfügung gewesen. Schade für die Menschen!“ so Nicola weiter. Die Bürger müssten nun überlegen, ob sie sich wirklich noch von CDU und FDP vertreten fühlen und bei künftigen Wahlen alte Traditionen über Bord werfen. "Wir können sie nach dieser Entscheidung von CDU und FDP nur dazu ermutigen!“

16.06.2011

Mehrheit aus CDU und FDP lehnt SPD-Antrag ab: Bürger müssen nun noch tiefer in die Tasche greifen!

Bernd-Dieter Röhrscheid Bernd-Dieter Röhrscheid

Willich. Die SPD ist im Rat der Stadt Willich mit ihrem Antrag gescheitert, die geplante Anhebung der Grundsteuer B (betrifft Hauseigentümer und Mieter) geringfügiger ansteigen zu lassen. Die SPD begründete dies mit der ohnehin schon sehr hohen Belastung der Bürger durch ständige Erhöhungen in vielen Bereichen (Strom, Heizkosten, Benzin, Abgaben etc.). Sie wollte stattdessen eine stärkere Erhöhung der Gewerbesteuer und der Grundsteuer A (Landwirte) durchsetzen. CDU und FDP lehnten dies aber ab. Zuvor hatten Fraktions-Chef Bernd-Dieter Röhrscheid, Geschäftsführer Detlef Nicola, Parteichef Jürgen Hansen und Ratsmitglied Jochen Kock versucht, die anderen Parteien zu überzeugen. Die konnten sich allerdings nicht dazu bewegen, ihr Klientel stärker zu belasten. Bürgermeister Heyes hatte sich zuvor eindeutig gegen eine geringere Erhöhung der Steuern für die Bürger ausgesprochen und stattdessen Partei für Unternehmer und Landwirte ergriffen.

(Ausführlicher Bericht folgt)

15.06.2011

SPD beantragt bei Haushaltskonsolidierung mehr Gleichbehandlung und Rücknahme von Kürzungen

Detlef Nicola Detlef Nicola

Willich. Die SPD wird zur heutigen Ratssitzung einen Antrag einbringen, in dem sie umfangreiche Änderungen an den Steuer-Hebesätzen fordert und sich für wichtige Maßnahmen einsetzt. Die SPD begründet ihren von Fraktionsgeschäftsführer Detlef Nicola formulierten Antrag damit, dass sie die Gleichsetzung aller gesellschaftlichen Gruppen bei der Haushaltskonsolidierung erreichen will. Nicht nur die ohnehin schon stark betroffenen Privathaushalte sollen den Haushalt sanieren, sondern auch Landwirte und Unternehmen. Bei der von der Verwaltung vorgeschlagene Erhöhung der Grundsteuer B (Hauseigentümer) setzt sich die SPD für eine moderatere Erhöhung ein.

Bernd.Dieter Röhrscheid Bernd.Dieter Röhrscheid

Mit den Mehreinnahmen sollen unter anderem die beschlossenen Kürzungen im Bereich der Sport- und Kulturförderung sowie der Unterstützung für die Wohlfahrtsvereine zurückgenommen werden. Außerdem solle das hohe Niveau der Schul- und Kindergartenlandschaft erhalten bleiben. Fraktionsvorsitzender Bernd-Dieter Röhrscheid wird den Antrag im Rat begründen.

15.06.2011

 

 

Hier finden Sie den kompletten Antrag.

CDU-Antrag: Stadt soll Portokosten sparen - Kritik von SPD wegen höherer Belastung der Politik

Detlef Nicola Detlef Nicola

Willich. Einen ausführlichen Prüfauftrag gab es im Haupt- und Finanzausschuss zum Thema Einsparungen: Die Verwaltung und speziell Erich Paul, der Leiter des Geschäftsbereichs Zentrale Dienste, sollen prüfen, ob Portogebühren durch die weitgehende Digitalisierung des internen und externen Schriftverkehrs eingespart werden können. Diesen Antrag hatte die CDU gestellt und dabei unter anderem angeführt, dass die Sitzungsunterlagen an die Ratsmitglieder digital versandt werden könnten.

Diese Idee stieß nicht bei allen auf Zustimmung. Bernd-Dieter Röhrscheid (SPD) befürchtet, dass es viele ältere Fraktionsmitglieder gebe, "die nicht willens sind, alles digital zu archivieren". Hans-Joachim Donath (FDP) meinte, dass die Datenmenge die digitalen Postfächer sprengen werde und nicht alle Dokumente zugestellt werden könnten.

Detlef Nicola (SPD) wollte, dass die rechtliche Seite geprüft werde: Es dürfe nicht passieren, dass Ratskandidat nur der- oder diejenige werden dürfe, der oder die einen Rechner und die notwendigen Software-Kenntnisse habe. Geschäftsbereichsleiter Erich Paul soll die Ergebnisse des Prüfauftrags wieder vorstellen.

09.06.2011

Neuer Plan für Golfplatz in Anrath: SPD fordert Verwaltung auf, frühzeitig Konsens mit betroffenen Landwirten herzustellen

Detlef Nicola Detlef Nicola

Willich. Der Willicher Planungsausschuss hat in seiner Sitzung am 08. Juni 2011 den Bebauungsplan „Golfplatz Holterhöfe“ aufgehoben und den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Golfplatz Renneshof“ gefasst, um planungsrechtlich auf der sicheren Seite zu sein. Die Verwaltung bekam den Auftrag, mit dem Landwirt, der gegen die alte Baugenehmigung geklagt hatte, Kontakt aufzunehmen. Stadtplaner Thomas Scholemann erklärte, es habe ein Gespräch zwischen den Anwälten beider Parteien gegeben. Konsequenz: Im neuen Bebauungsplan sei ein landwirtschaftlicher Weg zum Mörteshof vorgesehen. Der Landwirt müsse sonst anderenfalls rückwärts auf die stark befahrene L26 fahren. Detlef Nicola (SPD) bat die Verwaltung, alles im Vorfeld abzuklären und rechtzeitig einen Konsens mit allen Betroffenen herzustellen, um nicht auch mit dem neuen Bebauungsplan wieder vor Gericht zu landen: „Wir wollen nicht, dass dieser Golfplatz zu einer unendlichen Gerichts-Soap wird!“

(Quelle: Westdeutsche Zeitung)

09.06.2011

SPD Alt-Willich wählt neuen Vorstand

Marcus Mülders Marcus Mülders

Alt-Willich. Bei der Mitgliederversammlung der SPD Alt Willich begrüßte Marcus Mülders in diesem Jahr besonders den Ehrenvorsitzenden der SPD Werner Oerschkes und den Fraktionsvorsitzenden der SPD im Rat der Stadt Willich Bernd – Dieter Röhrscheid.

 

Erfreulicherweise konnte ein leichter Anstieg der Mitgliederzahlen festgestellt werden. Nach den Berichten des Vorstandes über die Aktivitäten der zu Ende gehenden Wahlperiode der Alt Willicher Sozialdemokraten folgte der Rechenschaftsbericht der Kassiererin Renate Griese-Amon. Die Kassiererin,  wie auch die bisherige stellvertretende Vorsitzende Erika Klopmeier, traten in diesem Jahr nicht mehr zur Wahl an und stellten ihre jeweiligen Ämter zur Verfügung. Aus den Wahlen zum neuen Vorstand gingen wie folgt hervor. Alter und zugleich neuer Vorsitzender wurde Marcus Mülders, der sich bei Klopmeier und Griese-Amon zugleich für die langjährige Arbeit für die Willicher Sozialdemokratie bedankte. Zu Mülders Stellvertreterin wurde Theresa Stoll gewählt. Die neue Kassiererin ist Cornelia Wingerath. Ralf Stammes als Schriftführer und der alte und neue Mitgliederbetreuer Dietmar Winkel komplettieren die Führungsspitze.

 

Bernd – Dieter Röhrscheid informierte die Anwesenden über das aktuelle Thema „Stolpersteine“. Schüler seiner neunten Klasse hatten, seit geraumer Zeit, intensiv die Schicksale von durch das NS – Regime verfolgter und deportierter Willicher Bürger recherchiert. Über 35 Menschen aus dem heutigen Willicher Stadtgebiet fanden damals ihren Tod. Mit den sogenannten „Stolpersteinen“ soll an sie erinnert werden. Die Mitgliederversammlung der SPD Alt Willich folgte dem Initiativantrag von Dietmar Winkels, zwei dieser Steine für die Willicher Familie Lion, zu übernehmen.

09.06.2011

Schiefbahner SPD: Wohnbereichsbegehung im Bereich Augustinerinnenstraße

Martin Dorgarthen Martin Dorgarthen

Schiefbahn, Anlässlich der Wohnbereichsbegehung am 21.5.2011 wurden SPD Ratsherr Martin Dorgarthen verschiedene Klagen von Anwohnern im Bereich Augustinerinnenstraße/Franz-Nauen-Weg angetragen. So ist die große Anzahl von Kaninchen im Bereich Spielplatz Augustinerinnenstraße ebenso lästig, wie die starke Verunreinigung des Bolzplatzes und der Wege durch Hundekot. Hier könnte das Aufstellen von Behältern mit Hundekotbeuteln an den Zugängen zum Gelände Ringofen Abhilfe schaffen.

Weiter stört der verwahrloste und schrottreife Wohnwagen am Ende der Augustinerinnenstraße. Dorgarthen wird daher das Ordnungsamt der Stadt Willich einschalten, um den Besitzer ausfindig zu machen und um Entfernung zu bitten; schließlich blockiert er hier einen regulären Parkplatz.

Gefahr für fahrradfahrende Kinder, die auf der Augustinerinnenstraße den Franz-Nauen-Weg kreuzen, um zur Hubertus- und Astrid-Lindgren-Schule zu gelangen, sieht Dorgarthen, weil die Kinder die Autos, die von rechts aus dem Franz-Nauen-Weg kommen – und dort Vorfahrt haben – nicht genügend beachten. Gleiches gilt natürlich auch für den Rückweg. Da beide Straßen in diesem Bereich nicht als Spielstraße ausgewiesen sind, wäre vielleicht das Aufstellen eines Hinweisschildes „Vorsicht spielende Kinder“ eine Möglichkeit diesen potentiellen Gefahrenpunkt zu entschärfen.

22.05.2011

SPD beantragt weitere Vorrangflächen für Windenergie

Jochen Kock Jochen Kock

Willich. Die SPD der Stadt Willich will den Ausbau regenerativer Energien auch in Willich vorantreiben und hat deshalb beantragt, zwei weitere Vorrangflächen für Windkraftanlagen im Willicher Stadtgebiet auszuweisen. Desweiteren soll die Stadt ein Modell entwickeln, welches eine finanzielle Beteiligung der Willicher Bürgerinnen und Bürger ermöglicht.

Antragsteller Jochen Kock: „Der Zeitpunkt für die Umsetzung eines derartigen Projektes zur Entwicklung und Förderung regenerativer Energien, das auch bereits als strategische Option auf dem Wege zu einer ökologischen Stadt Eingang in den Entwurf des Stadtprogramms aus Mai 2011 gefunden hat, ist günstig und die Bereitschaft privater Anleger unvermindert hoch, in alternative Energien in der eigenen Stadt zu investieren und damit Renditen zu erzielen.“ Zudem fordere auch das Klimaschutzkonzept den Ausbau der Windenergie.

21.05.2011

Willicher SPD –Fraktion begrüßt Initiativen zur Umgestaltung der städtischen Bildungslandschaft

Uli Winkler, schulpolitischer Sprecher der SPD Uli Winkler, schulpolitischer Sprecher der SPD

Willich. Auf dem letzten Seminar der Willicher SPD wurde u.a. über das zukünftige Bildungsangebot in unserer Stadt beraten. Aufgrund des demografischen Wandels und insbesondere aufgrund der dramatisch sinkenden Schülerzahlen an der Hauptschule ist eine Umgestaltung unserer Schullandschaft dringend erforderlich. Dabei legt die SPD großen Wert darauf, dass es allen Schülern ermöglicht wird, einen adäquaten Schulabschluss am Ende der Sekundarstufe I, bzw. der Sekundarstufe II zu erreichen.

Dieses Ziel lässt sich nur durch die Gründung einer neuen Gesamtschule oder einer Gemeinschaftsschule umsetzen. Auch die Gründung einer Verbundschule wäre möglich. Diese Verbundschule fügt zwei Schulformen, in der Regel eine Realschule und eine Hauptschule, organisatorisch zu einer Schule zusammen und hat ein Lehrerkollegium, eine Schulleitung und ist in einem gemeinsamen Gebäude untergebracht. Doch bei genauerem Hinsehen setzt sie nur das bisherige differenzierte Schulsystem fort, da die Schüler ab der Klasse 7 in einem Hauptschul- und einem Realschulzweig unterrichtet werden und ein Wechsel zwischen diesen Zweigen äußerst schwierig ist.

Aufgrund der momentanen vagen Prognosen, die lediglich Anmeldezahlen von ca. 100 Kindern erwarten lassen, favorisiert die Willicher SPD die Gründung einer Gemeinschaftsschule, da diese bereits mit 69 Schülern in drei Parallelklassen den Schulbetrieb aufnehmen kann. Dabei ist eine Aufstockung jederzeit möglich. Außerdem benötigt eine Gemeinschaftsschule keine eigene Oberstufe, sondern muss lediglich eine Kooperation mit einer Schule abschließen, die den Schülern verbindlich zusichert, dass sie dort ihr Abitur erwerben können. Ein weiterer positiver Aspekt ist die Tatsache, dass in einer Gemeinschaftsschule in der integrativen Form die Klassenhöchstgrenze bei 25 Kindern liegt.

 

Für den Start einer Gesamtschule werden mindestens 112 Kinder in vier Parallelklassen benötigt und zum jetzigen Zeitpunkt ist keineswegs sicher, ob diese Zahl erreicht wird. Da sie nur genehmigt wird, wenn auch eine Oberstufe gebildet werden kann, hätten wir insgesamt mit dem Berufskolleg fünf Oberstufen in unserer Stadt, die sich unter Umständen die Schüler gegenseitig „abwerben“.

Daher begrüßt SPD Fraktion, dass die Verwaltung mit Zustimmung der anderen im Schulausschuss vertretenen Parteien zugesichert hat, in der nächsten Ausschusssitzung (Juni 2011) ein Konzept mit entsprechenden Prognosezahlen für die Gründung einer Gesamtschule, einer Gemeinschaftsschule oder einer Verbundschule vorzulegen. Erfreulicherweise hat sich auch die CDU dieser Vorgehensweise angeschlossen, obwohl sie sich bereits vor Wochen öffentlich in der Presse für die Schulform Gesamtschule ausgesprochen hatte.

Erst auf der Basis verlässlicher Zahlen soll dann eine Entscheidung getroffen werden, die das bestmögliche Schulangebot für die Kinder unserer Stadt bereithält.

20.05.2011

SPD beantragt Nutzung von Schulräumen für Tagesmütter

Erika Klopmeier Erika Klopmeier

Willich. Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Willich beauftragt die Verwaltung in einem Antrag, zu prü-fen, ob nicht genutzte Schulräume für Tagesmütter zur Verfügung gestellt werden können. Der neue Schulentwicklungsplan lasse erkennen, dass zukünftig einige Klassenräume durch den Rückgang der Schülerzahlen nicht mehr für den Schulbetrieb benötigt werden. Antrag-stellerin Erika Klopmeier, stellvertretende Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses: „Diese Räume könnten Tagesmüttern zur Verfügung gestellt werden, um so die Betreuungssituation vor allem im U3-Bereich zu verbessern. In anderen Städten wird unseres Wissens bereits so verfahren.“

Die SPD hat die Verwaltung beauftragt, hierzu einen Vorschlag für die Umsetzung in der Stadt Willich zu erarbeiten und im Jugendhilfeausschuss über die Erfahrungen umliegender Städte zu informieren.

19.05.2011

Forderung für Kindergarten-Neubau: SPD Schiefbahn übergibt Unterschriftenlisten an Bürgermeister

Ulrich Bünstorf Ulrich Bünstorf

Schiefbahn. Nach wie vor ist es fraglich, wann der Neubau der Kindertagesstätte St.Bernhard an der Augustinerinnenstraße kommt. Deshalb hat der SPD-Stadtbezirk Schiefbahn auf dem diesjährigen Maifest Unterschriften dafür gesammelt, dass nun endlich mit dem Neubau begonnen wird. Die Aktion ist von einer großen Mehrheit der Bürger unterstützt worden und so können die gesammelten Unterschriften jetzt an den Bürgermeister übergeben werden. Bürgermeister Heyes wird gebeten, sich nachdrücklich für eine schnelle Vergabe der Landesfördermittel für den Neubau einzusetzen, damit die Kindertagesstätte wenigstens zum übernächsten Jahr umziehen kann. "Nur so kann die unbefriedigende Betreuungssituation für Kinder unter 3 Jahren in Schiefbahn - der Bedarf ist doppelt so hoch wie die Zahl der Plätze - nachhaltig verbessert werden", so Ullrich Bünstorf, Vorsitzender der SPD Schiefbahn.

18.05.2011

 

Mitgliederversammlung der SPD Anrath

Markus Gather und Hendrik Pempelfort Markus Gather und Hendrik Pempelfort

Anrath. Bisher gab es in der Anrather SPD keinen stellvertretenden Vorsitzenden. Für dieses Amt wurde auf der letzten Mitgliederversammlung jetzt Hendrik Pempelfort gewählt. Er ist Schüler des Lise-Meitner-Gymnasiums und steht stellvertretend für die neue aktive junge Generation in der Anrather SPD. Gleichzeitig wird er die Arbeit des Schriftführers übernehmen.

Als weiteren Beisitzer wählten die Genossinnen und Genossen Markus Gather in den Vorstand. Er ist Lehrer an einer Willicher Schule und wird den Schwerpunkt seiner politischen Tätigkeit auf den Bereich Soziales und Jugend legen.

Im zweiten Teil der Versammlung informierte der Vorsitzende Uli Winkler über die neuen Schulformen Gemeinschafts- und Verbundschule sowie die bisher etablierte Gesamtschule.

Dabei wurde deutlich, dass die Verbundschule, die bereits vor einigen Jahren eingeführt wurde, lediglich eine modifizierte Fortführung des bisherigen dreigliedrigen Schulsystems bedeutet. Hier werden die Kinder zwar erst nach der 7. Klasse entweder dem „Realschulzweig“ oder dem „Hauptschulzweig“ zugewiesen. Doch lediglich bis zur neunten Klasse können die Schüler zwischen den Zweigen wechseln, danach ist ein Übergang zwischen Realschul- und Haupt-schulzweig ausgeschlossen.Vorteilhaft ist sicherlich, dass solch eine Verbundschule nur eine Schulleitung, ein Lehrerkollegium und nur ein Gebäude benötigt, aber die zu frühe Festlegung der Kinder in bestimmte „Schulschubaden“, die ja auch beim bisherigen System immer wieder kritisiert wird, ist auch hierbei nicht aufgehoben.

Daher bietet sich als Alternative lediglich die Gemeinschaftsschule an, die allerdings voraussetzt, dass dafür zwei andere Schulen, in der Regel eine Haupt- und eine Realschule, geschlossen werden. Uli Winkler: „Grob formuliert, ist die Gemeinschaftsschule nichts anderes als eine Gesamtschule. Da sie in jedem Fall im Ganztagsbetrieb geführt wird, entspricht sie auch in diesem Punkt dem Wunsch vieler berufstätiger Väter und Mütter.“ Sie kann allerdings im Gegensatz zur Gesamtschule bereits mit 69 Schülern in drei Parallelklassen den Schulbetrieb aufnehmen. Außerdem benötigt sie keine eigene Oberstufe, sondern muss lediglich mit einer Gesamtschule oder einem Gymnasium kooperieren und sicherstellen, dass geeignete Schüler nach der 10. Klasse dort die Oberstufe besuchen können.

Uli Winkler wies darauf hin, dass Umgestaltungen in der Schullandschaft auch Auswirkungen auf Anrath haben werden. So wird man sicherlich schon bald auf die Nutzung des Alleeschulgebäudes verzichten können, was natürlich auch positive Perspektiven für die Ortskerngestaltung haben kann. „So könnte man daran nachdenken, dieses Gebäude sowohl als Bürgerzentrum als auch für seniorengerechte Wohnungen zu nutzen“, so Uli Winkler.

Die Anrather SPD wartet jetzt auf die Vorstellung des Schulentwicklungsplans, der sicherlich bei der Vorstellung in der Schulausschusssitzung Hinweise darauf geben wird, was zukünftig mit dem Gebäude der Johannes-Hauptschule geschehen soll. Die Schülerzahlen an der Hauptschule nehmen dermaßen dramatisch ab, dass dort sicherlich mit ersten Umgestaltungen zu rechnen ist.

10.05.2011

Anrather SPD - Bürgergespräch

Anrath. Am letzten Samstag standen Mitglieder der Anrather SPD mit einem Info-Stand in der Fuß-gängerzone. Seit vielen Jahren suchen die Sozialdemokraten das Gespräch mit den Bürgern, um sich über deren kommunalpolitische Probleme zu informieren und gleichzeitig wollen sie über aktuelle Ereignisse und Planungen informieren.

An diesem Tag wies beispielsweise eine Bürgerin darauf hin, dass die Fadheiderstraße von der Schottelstraße aus kommend viel zu schnell befahren wird. Erst ca. 200m weiter, unmittelbar vor dem Gymnasium, wird durch ein Verkehrsschild die Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h begrenzt. Die gesamte Straße wird aber als Schulweg genutzt und die Bürgerin fragte zu Recht, warum die Tempobeschränkung mit 30 km/h nicht schon ab der Schottelstraße gilt. Der Vorsitzende der Anrather SPD, Uli Winkler, wird deshalb im Planungsausschuss beantragen, dass der Vorschlag der Bürgerin möglichst schnell geprüft und umgesetzt wird.

Desweiteren stellten die Sozialdemokraten die Pläne zur Ortskernumgestaltung vor. Einige Bürger äußerten sich äußerst skeptisch zu den Planungen, wobei sie bezweifelten, dass sie jemals umgesetzt werden. „Schon seit mehr als 15 Jahren werden wir Anrather immer wieder vertröstet und in dieser Zeit sind die Vorschläge schon mehrmals geändert worden. Ich glaube an den Umbau erst, wenn die Bagger tatsächlich auf der Straße stehen“, so der Bürger Markus Gather.

Während eine Bürgerin das Projekt insgesamt anzweifelte und das Geld lieber für bedürftige Menschen in unserer Gesellschaft ausgeben würde, stimmte die Mehrheit den geplanten Um-baumaßnahmen zu. Mehrfach wurde aber auch hier der Wunsch geäußert, dass man möglichst wenige LKW im Ort sehen möchte und die Politik aufgefordert ist, alles dafür zu tun, dass dies umgesetzt wird.

30.04.2011

„Retentionsfläche in Wekeln gleicht Party Zone“

Alt-Willich. Wer in den letzten Wochen einmal die äußeren Ecken Wekelns durchstreifte und dabei den „Wekelner See“, die Retentionsfläche unterhalb des Baugebietes Klein Kempen besuchte, traute seinen Augen nicht. Die Retentionsfläche, eine im Zuge der Bebauung von Wekeln entstandene parkähnliche Anlage zur Aufnahme überschüssigen Oberflächenwasser und gleichzeitiger Versorgung des Flöthbachs mit ausreichend Fließwasser, gleicht einer regelrechten Müllhalde. Dies und die Tatsache, dass sich mittlerweile täglich etliche vornehmlich ältere Jugendliche diesen Freiraum zu ihrem Territorium gemacht haben verärgert sehr viele Anwohner. Mehrmals mussten in den letzten Wochen, des Nachts Einsatzkräfte der Polizei vor Ort für Ruhe sorgen und den Platz räumen. Man wandte sich auch an den Bürgermeister, der die Sache an den zuständigen Fachbereich weiter gegeben habe. Eine Besserung der Umstände hatte dies allerdings nicht zur Folge.

Jetzt suchten die Anwohner den direkten Draht zur Politik. Marcus Mülders der Vorsitzende der Alt Willicher SPD nahm noch vor Ostern Kontakt zu den Anwohnern auf und vereinbarte eine kurzfristige Ortsbegehung. Kaum zu glauben welches Bild sich ihm da bot. Bereits auf den „Einfallwegen“ zum Gelände der Grünanlage hatten die Jugendlichen Trampelpfade angelegt und den ein oder anderen Baum mutwillig zu Fall gebracht (Foto). Marcus Mülders konnte von den Anwohnern erfahren, dass mittlerweile fast täglich Jugendliche aus allen Richtungen mit lauter Musik vorbeikommen um zu feiern, an manch einem Wochenende sprach man sogar schon von über hundert. Oftmals kommen die jungen Leute auch mit laut tönenden Krafträdern und Autos deren Nummernschilder auf Neusser-, Krefelder- oder auch Mönchengladbacher Herkunft schließen lassen. Als die Gruppe ihre Besichtigung fortsetzt offenbaren sich die weiteren Ausmaße der Unsozialen Art gegenüber Anwohner und Natur. Sowohl auf den angrenzenden Grünflächen, als auch im Gewässer sind allerhand Abfälle und Relikte von wildem Campen zu finden. Viele verzinkte Mülleimereinsätze aus den Abfallbehältnissen auf den Wegen zum Gelände sind entwendet und vermutlich, bereits durch die Stadt, durch unansehnliche blaue Müllsäcke notdürftig ersetzt. Außerdem sind rund um den „Wekelner See“ etliche ungeschützte Feuerflächen zu finden, welche neben den umherliegenden leeren Fleisch- und Einweggrillverpackungen auf wildes Grillen zurückzuführen sind (Foto). Es liegen dort teils zerbrochene Flaschen und Getränkekarton von alkoholischen und nichtalkoholischen Getränken herum, die auch die Oberfläche des Gewässers „zieren“. Nicht genug, dass der ganze Müll hier herumliegt. Das Gelände ist eigentlich durch einen etwa 1,20m hohen Stacheldrahtzaun gesichert und an zwei Stellen mit halbhohen Toren versehen. Der Zaun jedoch ist an vielen Stellen demoliert und beide Zugangstore mutwillig herausgebrochen -Teile davon finden sich am Seeufer wieder (Foto). „Das ganze Areal gleicht ja fast einer einzigen Party Zone“ stellt der Alt Willicher SPD Chef fest. „Kaum zu glauben, dass sich hier bisher niemand wirklich der Bedürfnisse der Anwohner angenommen und für ein nachhaltiges Fernbleiben der Ruhestörer und Müllproduzenten gesorgt hat.“ Nicht nur der Müll und die Ruhestörung ist den Anwohnern ein Dorn im Auge. Wenn man sieht welche Zerstörungen an der Natur hier vorgenommen wurden entbehrt dies jeden Glaubens an ein ziviles Miteinander. Etwa zehn bis zwanzig junge Bäume sind achtlos vernichtet oder beschädigt worden. Die Hölzer an denen die jungen Gewächse Halt finden sollen wurden abgeknickt und zu Brennholz verarbeitet. Teils dicht gewachsene Sträucher durch Trampelstrecken ausgedünnt. Wasservögel schwimmen zwischen verrosteten Grills, zerbrochenen Glasscherben und Plastiktüten umher.

Auf einer zweiten Begehung am Ostermontag offenbarte sich ein noch schändlicheres Bild. Hier waren inzwischen einige Anwohner dabei selber Hand anzulegen um dem Unrat Herr zu werden. Vier volle Plastiktüten hatte eine Familie bereits eingesammelt. Marcus Mülders sprach erneut mit Anliegern, nun über das vergangene Osterwochenende. Hier war der Lärmpegel lauttönender Raver-Musik geringer als sonst, die Gelage blieben dennoch nicht aus. Erneut musste die Polizei gerufen werden. „Natürlich kann ich verstehen, wenn junge Erwachsene sich ihre eigenen Treffpunkte suchen, jenseits des Sichtkontaktes zu Eltern oder anderen Erwachsenen.“ zeigt Mülders Verständnis für das generelle Bedürfnis von Heranwachsenden. „In keinem Falle haben Jugendliche aber das Recht sich so unsozial ihren Mitmenschen und der Natur gegenüber aufzuführen. Sie erschweren der Bevölkerung mit solchen Hinterlassenschaften das Verständnis für die Wünsche der Jugendlichen hier oder andernorts.“

Marcus Mülders wird sich bei der Verwaltung kundig machen und dafür einsetzen, welche Maßnahmen unternommen werden um kurzfristig und nachhaltig Abhilfe zu schaffen. „Ich wundere mich schon, so Mülders. Auf der einen Seite säumen etliche Hinweisschilder mit „Ertrinkungsgefahr – Stadt Willich“ den Platz, andererseits scheint sich hier niemand als Eigentümer verantwortlich zu fühlen. Dies ist nun ein Punkt den die Stadt Willich bzw. die Untere Wasserbehörde in Grefrath, als vermeintlicher Eigentümer, miteinander zu klären haben.“ Dass die Bürger auch wieder mit unbeschwertem Sicherheitsgefühl in den Park und auf den angrenzenden Rad- und Wanderwegen spazieren gehen können ist für viele auch ein Thema. Manch einer traute sich auf Grund der teils alkoholisierten, halbstarken „Sangesbrüder“ nicht mehr seinen gewohnten Abendspaziergang zu tun.

25.04.2011

SPD zur OGS-Entscheidung: "Die Perle am Niederrhein" hat Kratzer bekommen!

Uli Winkler Uli Winkler

Willich. Immer wieder weist der Bürgermeister Heyes darauf hin, dass Willich die Perle des Niederrheins sei. Doch solch eine Kostbarkeit muss man auch pflegen und regelmäßig polieren. Am Donnerstag bei der gemeinsamen Sitzung des Schul- und Jugendhilfeausschusses hat diese Perle einige sehr unschöne Kratzer erhalten, die in Zukunft wohl kaum zu beseitigen sind.

Mit knapper Mehrheit beschloss die CDU gegen den Willen der anderen Parteien und der vielen anwesenden Beschäftigten und Elternvertreter der Offenen Ganztagsgrundschulen, beim Personal zu kürzen. In seiner Begründung versuchte der CDU-Sprecher dies als Arbeitsplatzverdichtung zu kaschieren. Er hätte besser deutlich sagen sollen, dass es sich hierbei um eine Arbeitsplatzvernichtung handelt.

Die SPD war immer der Meinung, dass dort, wo Schule draufsteht, auch Schule drin sein muss.

Doch leider hat die CDU in den letzten Jahren verhindert, dass mehr Grundschullehrer in die Arbeit der OGS eingebunden werden, indem sie sich für die Kapitalisierung der Landeszuschüsse ausgesprochen hat. Jetzt soll am Personal in der OGS gespart werden, d.h. es stehen pro Kindergruppe weniger Arbeitskräfte zur Verfügung als bisher. Dies kommt erneut einer Qualitätsverschlechterung gleich.

Eine Investition in Kinder und Jugendliche aber ist eine Investition in die Zukunft. Wer heute bei den Kleinen Geld ausgibt, spart dieses Geld später bei der Sozialarbeit, bei der Betreuung von gefährdeten Heranwachsenden, bei Heimplätzen, usw.

Die vorgeschlagene Einsparung beträgt 166.000,- €. Allein die geplante Erhöhung der Kreis-umlage kostet die Stadt mehrere 100.000,- €. Die SPD im Kreis Viersen hat bereits erklärt, dass sie gegen diese Erhöhung stimmen wird. Warum schließt sich die CDU dem nicht an, denn schließlich hat sie auch im Kreistag die Mehrheit. So könnten leicht die jetzt eingesparten 166.000,- € bereitgestellt werden.

Die SPD bedauert, dass hier eine Chance vertan wurde, die oben erwähnte Perle am Niederrhein weiter glänzen zu lassen und bedauert zutiefst, dass ausgerechnet bei der frühkindlichen Erziehung gespart werden soll, obwohl jeder weiß, dass dies letzten Endes allen zugute kommt.

09.04.2011

Schüler mit besonderem Förderbedarf werden an der Anrather Hauptschule voll integriert

(V.l.n.r.) Erika Klopmeier, stellv. Schulleiter Christian Stapf, Uli Winkler, Rosemarie Theisen, Ralf Stammes (V.l.n.r.) Erika Klopmeier, stellv. Schulleiter Christian Stapf, Uli Winkler, Rosemarie Theisen, Ralf Stammes

Anrath. Am 06. April besuchten Mitglieder des „SPD-Arbeitskreises Schule“ (Erika Klopmeier, Dr. Rosi Theisen und Ralf Stammes) unter Leitung ihres Vorsitzenden Uli Winkler die Anrather Hauptschule, um sich speziell über den Stand der Inklusion zu informieren.

Christian Stapf, der stellvertretende Schulleiter, nahm die vier Fraktionsmitglieder mit in sei-nen Unterricht in einer 6. Klasse. Von den 22 Kindern der 6a haben sechs einen besonderen Förderbedarf. Dazu gehören beispielsweise ein hörgeschädigtes Kind, zwei Schüler mit emo-tionalen Störungen, ein erziehungsschwieriger Junge, usw.

Nachdem die Politiker im hinteren Teil des Unterrichtsraumes Platz genommen hatten, begann Herr Stapf zunächst mit Übungen zum Kopfrechnen. Mitten zwischen den Kindern saßen noch eine Sonderpädagogin und eine sog. Integrationshelferin, die über eine sozialpäda-gogische Ausbildung verfügt. Die Kinder ließen sich durch die Besucher in keinster Weise ablenken oder beeinflussen. Im Gegenteil, sie arbeiteten konzentriert und ausgesprochen dis-zipliniert. Uli Winkler und die Ratsfrau Erika Klopmeier blickten sich nach kurzer Zeit an und stellten übereinstimmend fest: „Es ist kein Unterschied zwischen förderbedürftigen und „normalen“ Kindern zu erkennen“. „Genau das ist das Ziel unserer pädagogischen Arbeit“, so der stellvertretende Schulleiter C. Zapf beim anschließenden Gedankenaustausch. „Dank der finanziellen und personellen Unterstützung durch die Stadt Willich und das Land wird hier Inklusion täglich praktiziert. Allerdings würden wir gerne das an der Unterrichtsstunde betei-ligte Personal regelmäßiger einsetzen.“ Es gibt nämlich in jeder Jahrgangsstufe Schüler mit besonderem Förderbedarf. Doch leider können die an der Schule beschäftigten Pädagogen mit der entsprechenden Ausbildung nicht ständig eingesetzt werden, wenn sich nur zwei oder drei förderbedürftige Kinder in den Klassen befinden.

In der anschließenden Arbeitsphase wurden allerdings Unterschiede im Lerntempo und Lernforschritt bei den Kindern deutlich. Dafür hatte das Lehrpersonal Arbeitsblätter und Lernstationen in drei Niveaustufen vorbereitet, so dass die Sechstklässler entsprechend ihrem Lernstand gefördert und gefordert wurden. Unterstützt wurden die Schüler von den drei an-wesenden Lehrern und der Sozialpädagogin.

„Allerdings ist dieser hohe Personalaufwand auch dringend erforderlich, denn sonst wäre eine solche Integrationsarbeit nicht möglich“, so der schulpolitische Sprecher der SPD Uli Winkler. Am Ende der Stunde lobte Uli Winkler die Klasse und meinte: „Ihr seid eine Super-Truppe“. Postwendend kam die Antwort gleich von mehreren Kindern: „Das wissen wir“. „Hier braucht man nicht mehr über Inklusion diskutieren, hier wird sie gelebt“, so Rosi Theisen (SPD-Ratsfrau).

In der folgenden Stunde besuchten die SPD-Ratsmitglieder den „Förderraum für Integrationshilfe und Sprachförderung“. Diesen Raum besuchen Kinder, die die deutsche Sprache erlernen. In erster Linie sind dies Schüler mit Migrationshintergrund, wie z.Beisp. zwei afghanische Kinder, die mit ihrer Mutter aus ihrem Heimatland flüchten mussten und vermutlich noch nie zur Schule gegangen sind, aber auch hier aufgewachsene Kinder, die erhebliche Sprachdefizite haben. Sie werden von der Lehrerin Frau Verhees und der Sozialpädagogin Frau van Amern betreut, angeleitet und unterrichtet.

Teilweise kommen die Kinder stundenweise dorthin, je nachdem wie weit ihr Lernstand fort-geschritten ist. „Selbstverständlich nehmen sie in Sport, Kunst, Musik oder Fächen mit sprachlich geringem Aufwand am Regelunterricht ihrer Stammklasse teil. Manche kommen aber auch den ganzen Morgen in den Förderraum und werden sprachlich trainiert“, so die Lehrerin Frau Verhees.

Bei besonders guten Lernfortschritten können sie dann sogar zu einer anderen weiterführen-den Schule, wie z. Beisp. zur Gesamtschule wechseln.

„Auch dies ist eine besondere Form der Integration, vor der ich mit Hochachtung meinen Hut ziehe“, so Ratsherr Uli Winkler.

06.04.2011

Mitgliederversammlung der Willicher SPD: Themen waren das „Stadtprogramm“ und die geplante Erhöhung der Kreisumlage

SPD-Chef Jürgen Hansen SPD-Chef Jürgen Hansen

Anrath. Zu Beginn der Versammlung in der Brauerei Schmitz-Mönk in Anrath konnte SPD-Chef Jürgen Hansen mit Markus Gather ein neues Mitglied aus Anrath begrüßen und überreichte dem Neu-Genossen das Parteibuch. Hansen zeigte sich erfreut, dass weitere neue Mitglieder zur SPD gefunden haben und es mit der Mitgliederzahl endlich wieder aufwärts gehe. In seinem Rückblick sagte Hansen: „Die Willicher SPD ist wieder präsent. Ob im Arbeitskreis Regiobahn des SPD-Kreisverbandes oder einem Workshop in Geldern, bei Veranstaltungen wie dem Willicher City-Fest, den Schützenfesten, Gesangsvereinen oder Karnevalsveranstaltungen, bei Diskussionsrunden mit den Bürgern, Workshops mit der Verwaltung, Vorstellungen von Konzepten wie zum Anrather Ortskern – die SPD ist überall vor Ort und zeigt eine große Bürgernähe." Hansen dankte allen Genossen für deren Engagement für die Menschen.

Hansen, der seit Herbst 2009 im Amt ist, zeigte sich zuversichtlich für die nächsten Jahre. Die SPD sei gut aufgestellt und leiste im Interesse der Stadt Willich gute Arbeit. Er dankte Geschäftsführer Detlef Nicola für die Organisation der Partei und den erstklassigen Internetauftritt, für den Nicola verantwortlich ist: „Der Laden funktioniert dank Deiner Arbeit bestens und die Homepage zeigt eine absolut aktuelle und informative Darstellung der Willicher SPD!“ Hansen dankte den Arbeitskreisen der SPD und hier besonders dem schulpolitischen Sprecher der SPD Uli Winkler für dessen unermüdlichen Einsatz für die Willicher Schulen und seiner hervorragenden Öffentlichkeitsarbeit. Der Arbeitskreis Wirtschaft habe mit seinen Thesen zur Zukunft der Willicher Grundstücksgesellschaft gezeigt, dass die SPD auch „heiße Themen“ anpacke. Er sei allerdings überrascht von der heftigen Reaktion seitens des Bürgermeisters gewesen, werde aber auch zukünftig wichtige Themen offen ansprechen.

SPD-Schatzmeister Lothar Grau konnte gute Zahlen verkünden. Im Jahr 2010 wurde erneut ein Überschuss erwirtschaftet, der der Wahlkampfrücklage zugeführt wird. Er dankte den Mandatsträgern der SPD in Rat und Ausschüssen. Ohne deren Spenden wäre die Partei nicht lebensfähig, denn von den Mitgliedsbeiträgen verbleiben dem Ortsverband nur neun Prozent.

Nachdem die Versammlung dem Vorstand Entlastung erteilt hatte stellte Hansen die Ergebnisse des Workshops von Verwaltung und Politik in Bocholt zum neuen Stadtprogramm vor. Die SPD wird ihre Vorstellungen dazu auf einer dreitägigen Klausur Mitte Mai erarbeiten.

Fraktionschef Bernd-Dieter Röhrscheid kritisierte die geplante Erhöhung der Kreisumlage. Dies führe zu einer unnötigen zusätzlichen Belastung für die finanziell angeschlagenen Städte und Gemeinden im Kreis Viersen. Es kam zu einer lebhaften Diskussion. Die Genossen waren sich abschließend darüber einig, dass eine Erhöhung der Kreisumlage abgelehnt wird und die Willicher SPD-Kreistagsabgeordneten einen entsprechenden Abstimmungsauftrag mit in den Kreistag nehmen. Hier kündigte Röhrscheid massive Proteste an, sollten sich die Vertreter der CDU-Mehrheitsfraktion aus Willich entgegen der Willicher Rats-Resolution im Kreistag für eine Erhöhung aussprechen.

01.04.2011

Anrather Bahnhof wird endlich fertiggestellt

Uli Winkler Uli Winkler

Anrath. Vor einer Woche hat sich der SPD-Ratsherr Uli Winkler mit der folgenden Anfrage an das Technische Dezernat der Stadt Willich gewandt.

 

Sehr geehrte Frau Stall,

nach unseren Informationen haben die entsprechenden Gremien mit Zustimmung der „Deut-schen Bahn“ im letzten Jahr beschlossen, den nördlichen Teil des Anrather Bahnhofs neu zu gestalten.

Inzwischen ist mehr als ein halbes Jahr vergangen und es ist noch nichts geschehen.

Daher bitte ich höflichst um Auskunft, wann mit dem Um- und Ausbau des Bahnhofvorplat-zes auf der nördlichen Seite zu rechnen ist.

 

Erfreulicherweise teilte die Verwaltung bereits wenige Tage später mit Schreiben vom 28.03.2011 mit, dass Anfang des Jahres 2011 die Leistungsbeschreibungen für die Vorberei-tungsarbeiten erstellt und in Auftrag gegeben wurden. Diese Arbeiten wurden im Februar ausgeführt.

Parallel dazu wurden die Ausschreibungsunterlagen für die eigentlichen Bauleistungen ange-fertigt und den Firmen zur Bearbeitung übersandt.

Nach derzeitiger Planung erfolgt damit die Vergabe im Mai.

Der Baubeginn ist für den 06. Juni 2011 eingeplant. Mit der Ferigstellung ist bereits Ende August zu rechnen.

Uli Winkler begrüßt, dass jetzt auch der nördliche Teil des Anrather Bahnhofs umgestaltet wird und sowohl zusätzliche Parkplatze für Park-and-Ride-Nutzer zur Verfügung stehen als auch weitere Fahrradboxen für Pendler aufgestellt werden. Endlich sieht es so aus, dass der Anrather DB-Haltepunkt zu einem adäquaten und vor allen Dingen ansehnlichen Ein- und Umsteigepunkt für umweltbewusste Bahnreisende und Pendler wird.

29.03.2011

Große Resonanz bei SPD Aktion „Energiewende jetzt“

Marcus Mülders Marcus Mülders

Alt-Willich. Traditionell fand gerade das Frühlingsfest des Werbering 360° Willich statt. Erstmals war in diesem Jahr das Umfeld am Stahlwerk Becker entlang der Wasserachse Dreh- und Angelpunkt des Geschehens um Verkaufs- und Informationsstände. Wie jedes Jahr war auch die SPD Alt Willich wieder mit am Start. Diesmal hatte man sich wieder einmal etwas Besonderes für die Besucher einfallen lassen und im Vorfeld zu hundertfach Kressetöpfe herangezogen und diese am Sonntag mit einem Frühlingsgruß an die Willicher verteilt.

Das Hauptthema, nicht zuletzt vor dem Hintergrund der verheerenden Umweltkatastrophe in Japan, des Bürgerinformationsstandes der SPD war allerdings die „Energiewende jetzt“. „Die Ereignisse in einem so hochtechnisierten Land wie Japan und das Schicksal der Menschen vor Ort machen uns alle sehr betroffen. Dieser Gau muss uns die Augen öffnen, dass wir nicht weiterhin so unbekümmert mit der atomaren Gefahr umgehen dürfen.“ Appelliert Marcus Mülders, der Vorsitzende der SPD in Alt Willich, bei seinen Erläuterungen mit Willicher Bürgern. Er und seine Mitstreiter haben in hunderten von Gesprächen mit den Besuchern des SPD Standes für Unterstützung für einen endgültigen Ausstiegsplan aus der Atomenergie bis zum Jahr 2020 geworben. Hierbei wurde deutlich, dass es natürlich auch einer Kraftanstrengung bedarf bis zu diesem Zeitpunkt die regenerativen Energien aus Wind, Sonne und Wasserkraft sowie den Ausbau des Leitungsnetzes nachhaltig voran zu treiben. Dennoch ließen die Menschen in den Gesprächen keinen Zweifel daran, dass sie mehrheitlich für die „Energiewende jetzt“ votieren. Einige hundert Willicher unterstützten dann auch den Aufruf der SPD bei dem es ferner um die unverzügliche Rücknahme der, vor einigen Wochen von der schwarz/gelben Koalition in Berlin beschlossenen, Laufzeitverlängerung deutscher Atomkraftwerke ging, mit ihrer Unterschrift.

Bei so einem ernsten Thema hatte man auch in diesem Jahr die jüngsten Besucher von „Fit in den Frühling“ nicht vergessen. Neben roten Luftballons und bunten Buttons konnten sich die Kinder ein Windrad mit nach Hause nehmen, welches nicht zuletzt symbolisieren sollte wie kinderleicht es eigentlich sein kann mit ein wenig Puste so ein kleines Rad zum Drehen zu bringen. Man muss es eben nur wollen. So zog Marcus Mülders dann auch eine sehr positive Bilanz des SPD Engagements bei Frühlingsfest des Werbering 360° Willich. „ Wir konnten feststellen, dass die Menschen sich interessieren. Sie wollen teilhaben und Einfluss nehmen an den Endscheidungen die ihren Alltag und die Zukunft der nachfolgenden Generationen bestimmen.“

28,03.2011

Was für eine verrückte und verzwickte Schulsituation in der Stadt Willich?

Uli Winkler Uli Winkler

Willich. Die jetzt in der Presse veröffentlichten Anmeldezahlen an den weiterführenden Schulen zei-gen deutlich, wie verunsichert viele Grundschuleltern sind.

So haben 250 Eltern ihr Kind an der Gesamtschule angemeldet, aber nur 150 wurden ange-nommen. Das bedeutet: 100 Grundschulkinder können nicht die Schule besuchen, die aus Sicht ihrer Eltern die beste und sinnvollste für sie ist.

Die Realschule nimmt im nächsten Schuljahr auch Kinder mit Hauptschulempfehlung, wobei die Grundschullehrer diese Empfehlung sicherlich nicht ohne Grund gegeben haben.

Und schließlich werden an der Hauptschule lediglich 31 Kinder angemeldet. Diese müssen nach derzeitiger Erlasslage in einer einzigen Klasse beschult werden. Dabei ist selbst jedem Laien klar, dass eine Hauptschulklasse mit 31 Kindern, von denen einige erhöhte Lerndefizite aufweisen, wohl kaum ein optimales Lern- und Förderklima bieten kann.

Spätestens jetzt muss jedem Verantwortlichen in unserer Stadt klar sein, dass hier dringender Handlungsbedarf besteht. Die Eltern wollen endlich eine verlässliche und zukunftsorientierte Schullandschaft, die ihrem Kind den adäquaten Abschluss ermöglicht, der sich oft erst im Laufe der sechs Jahre auf der weiterführenden Schule abzeichnet. Sie wollen eben nicht, dass ihr Kind bereits mit dem 10. Lebensjahr in eine bestimmte „Bildungsschublade“ gesteckt wird und bei Schulversagen gleich die Schule wechseln muss.

Deshalb wird der schulpolitische Sprecher der SPD Uli Winkler seiner Fraktion empfehlen, unmittelbar nach Vorlage des nächsten Schulentwicklungsplans die Einrichtung einer integra-tiven Gemeinschafts- oder Gesamtschule zu beantragen. Beide Schulformen, die sich eigent-lich nur bei der Zahl der Eingangsklassen- und schüler unterscheiden, bieten alle Schulab-schlüsse der Sekundarstufe I und II. Dabei legt U. Winkler Wert darauf, dass hier keine Ver-bundschule gegründet wird, die die Kinder wie bisher in verschiedene fast unüberwindbare „Schubladen“ steckt und so zur Ausgrenzung statt zur Integration führt.

25.03.2011

WDR2 für eine Stadt: Willich leider ausgeschieden

Willich. Schade! Willich ist leider nicht mehr dabei. WDR2 für eine Stadt war in Willich zu Gast und gab ihr zwei Prüfungen mit auf den Weg. Zunächst gab es da noch viel Hoffnung, denn die Stadtaufgabe - Schweizer Berglandschaft aufbauen und Wilhelm Tell aufführen (Apfelschuss) - wurde von allen Beteiligten auf dem Gelände des Lise-Meitner-Gymnasiums prima gemeistert. Doch dann hatte Bürgermeister Josef Heyes zu wenig richtige Antworten beim Stadtquiz. Abzulesen ab Quizfrage 7 am gequälten Lächeln von Heyes, der da schon ahnte, „das wird nichts mehr“.

22.03.2010

Fahrplan für die Stadt

Bernd-Dieter Röhrscheid Bernd-Dieter Röhrscheid

Willich. „Es waren sehr konstruktive Tage“, lobte SPD-Fraktionschef Bernd-Dieter Röhrscheid. Gemeint ist der Workshop Politik/Verwaltungsvorstand, der am 18. und 19. Februar in Bocholt getagt hatte. Mit dabei: Die Verwaltungsspitze, einige Geschäftsbereichsleiter sowie Vertreter der Fraktionen. Ziel war die Entwicklung eines „Stadtprogramms A“.

Hinter dem abstrakten Begriff verbirgt sich eine strategische Gesamtbetrachtung: Wie soll es bis 2020 weitergehen mit der Stadt Willich? Dazu wurde ein „Fahrplan“ mit acht Optionen entwickelt. Es geht um Arbeit und Wirtschaft, um die Ökologie (Ausbau regenerativer Energien) und eine Verbesserung der generationenübergreifenden Infrastruktur.

Zur Unterstützung des Wirtschaftsstandorts sollen attraktive Grundstücke bereitgehalten werden. Das soziale Leben soll gestärkt werden, so durch die Integration von Migranten. Willich soll „Stadt der kurzen Wege“ mit einem selbstbestimmten Haushalt sein.

Was Röhrscheid hervorhob: „Im Gegensatz zu vielen umliegenden Kommunen sind Politik und Verwaltungsspitze in Willich konsensfähig.“ Der SPD-Politiker sprach von einem „großen Vertrauensverhältnis“. Wichtig seien Überlegungen, wie der Bürger in den Willensbildungs- und später in den Umsetzungsprozess eingebunden werden könne.

 

Bislang gibt es nur ein Grundgerüst

 

„Die Ergebnisse, die erzielt wurden, müssen jetzt in den Fraktionen diskutiert werden“, erklärte Siegfried Kirsch (CDU). „Die acht Optionen sind das, was die Politik in den nächsten zehn Jahren will“, ergänzte Raimund Berg (Grüne).

Kirsch verglich das Erreichte mit einem Grundgerüst. Hier herrsche noch fraktionsübergreifend Übereinstimmung. Franz Josef Stapel (FDP) sieht trotzdem nicht die Gefahr, dass es bald eine Einheitspartei gibt, eine „Willicher Wählerpartei“. Dem stimmte Kämmerer Willy Kerbusch zu: „Wenn es darum geht, die knappen Mittel zu verteilen, dürften die Fraktionen unterschiedliche Schwerpunkte setzten.“

 

Politische Auseinandersetzung steht noch bevor

 

Denn auf das Stadtprogramm A folgt das Stadtprogramm B: Hier gilt es, das Vereinbarte auf die einzelnen Produkte beziehungsweise Produktgruppen zu übertragen. Auf dieser operativen Ebene wird es dann politisch – mit Auseinandersetzungen in den Ausschüssen und im Rat ist also auch in den kommenden Jahren zu rechnen.

04.03.2011 (Quelle: Westdeutsche Zeitung)

SPD fordert Gespräche mit den Nachbargemeinden zur zukünftigen Schulpolitik

Uli Winkler Uli Winkler

Willich. Zur Zeit wird der Schulentwicklungsplan für die Stadt Willich fortgeschrieben. Die Ergebnisse werden voraussichtlich Anfang Mai vorliegen. Der schulpolitische Sprecher der Willicher SPD-Fraktion Uli Winkler hat auf der letzten Parteisitzung deutlich gemacht, dass sich allein schon aufgrund der zurückgehenden Schülerzahlen wesentliche Veränderungen in der Schullandschaft ergeben werden. Natürlich will niemand ein gut funktionierendes Schulsystem verändern, aber es wird sich wohl nicht vermeiden lassen, dass im Bereich der weiterführenden Schulen auch über alternative und neue Formen nachgedacht werden muss.

Wichtig dabei ist, dass jeder Schüler unserer Stadt nach 10 Pflichtschuljahren den ihm gemäßen Schulabschluss erreichen kann, um entweder die Oberstufe oder das Berufskolleg oder einen berufliche Ausbildung absolvieren zu können.

Dabei muss man in alle Richtungen denken und berücksichtigen, dass auch die Nachbargemeinden vor ähnlichen Problemen stehen. Deshalb ist es unbedingt erforderlich, dass die Schulverwaltung auch mit den Verantwortlichen in Tönisvorst, Viersen, Kaarst, Osterath, usw. spricht. Sollte in der Stadt Willich tatsächlich im übernächsten Schuljahr die Gründung einer neuen Gemeinschafts- oder Gesamtschule in Erwägung gezogen werden, dann muss dies mit den Nachbargemeinden abgestimmt werden, damit es nicht zu schulpolitischen Auseinandersetzungen zwischen den einzelnen Gemeinden kommt. Verhältnisse wie im Sauerland oder Münsterland (der wdr berichtete in der letzten Woche), wo rivalisierende Städte bereits den Klageweg eingeschlagen haben, müssen dringend vermieden werden. Damit schadet man in erster Linie den Schülern.

Die SPD hofft, dass diese Gespräche mit den Nachbargemeinden möglichst umgehend durchgeführt werden, wobei auch der Willicher Bürgermeister Flagge zeigen und deutlich machen muss, wie die Willicher Schullandschaft in den nächsten 20 bis 30 Jahren aufgestellt werden muss, um die bestmöglichen Bedingungen für unsere Kinder anzubieten. Dies kann allerdings auch bedeuten, dass man alte Zöpfe abschneiden und moderne Schulformen anbieten muss, die sowohl von der Mehrheit der Eltern und Schüler als auch von der Gesamtheit unserer Gesellschaft gewünscht werden.

01.03.2011

Willicher Jusos in Juso-Kreisvorstand gewählt

Kreis Viersen. Christian Gosselk, Vorsitzender der Willicher Jusos, wurde jetzt zum stellvertretenden Vorsitzenden der Jusos im gesamten Kreis Viersen gewählt.

Bei der Jahreshauptversammlung stimmten die über 150 Jusos im Kreis Viersen über einen neuen Vorstand ab. Als neuen Vorsitzenden wählten sie Felix Thönnessen, der auch schon Vorsitzender der Jusos in Viersen ist. Das Ergebnis der Wahl ist beachtlich, denn 100 Prozent der Stimmen fielen auf Thönnessen. Neben der Funktion als Jusos Vorsitzender vertritt er die junge Generation bis 35 Jahren auch im Viersener Stadtrat. Als Stellvertreter wurden Christian Gosselk und Tim Wiedenberg aus Tönisvorst ebenfalls einstimmig gewählt. „Mich persönlich freut dieses Vertrauen der Mitglieder sehr. Es wird Zeit für eine Verjüngung unserer Partei. Dafür ist ein starker, einheitlicher Auftritt der Jusos wichtig. Dafür werde ich arbeiten.“, erläutert der neue Vorsitzende. Die Jusos sind die mitgliederstärkste Arbeitsgemeinschaft der SPD. Außerdem wurden mit Lukas Maaßen als Pressesprecher und Kathrin Strauß als Beisitzerin zwei weitere Willicher Jusos in den Vorstand gewählt. Thönnessen verspricht für seine Wahlperiode eine bessere Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Ortsvereinen und will sich nun noch stärker für die Interessen junger Menschen im gesamten Kreis Viersen einsetzen. „Auch mit anderen politischen Jugendverbänden werde ich Kontakt aufnehmen, denn die Ziele sind oft die gleichen. Viele unserer Jusos gehen in eine Klasse mit Mitgliedern der JU, der Jugendorganisation der CDU, oder anderen Jugendorganisationen, hier ist Zusammenarbeit und nicht nur Parteipolitik gefragt“, schließt Thönnessen seine Vorstellungen ab.

10.02.2011

Ehemaliges Asylbewerberhaus am Anrather Bahnhof bleibt erhalten

Anrath. Bei einem Rundgang durch seinen Wahlkreis stellte der Anrather SPD-Ratsherr Uli Winkler mit Genugtuung fest, dass das ehemalige Asylbewerberhaus am Anrather Bahnhof zur Zeit umgebaut wird. Lange hieß es, die Stadt wolle das Gebäude abreißen lassen, da es sich in einem erbärmlichen Zustand befinde. Wider Erwarten hat die Verwaltung jetzt einen Käufer aus Duisburg gefunden, der das Haus aber nicht dem Erdboden gleichmacht, sondern es umbaut. Die Fassade wird erhalten und im Inneren werden Wohnungen und Büroräume gebaut.

Damit wird ein Wunsch vieler Anrather Bürger erfüllt, die sich den Erhalt des Gebäudes wünschten. Obwohl es ganz am Rand unseres Stadtteils liegt und wie eine kleiner Dorn in das Tönisvorster Stadtgebiet hineinragt, war es ein wichtiger Bestandteil von Anrath. Manch ein Anrather wird dort seine „Kindergartenjahre“ verbracht haben und mit Wehmut an die 50er und 60er Jahre zurückdenken.

Uli Winkler befragte dazu den Stadtarchivar, der die folgende Überasicht zur Verfügung stellte:

1920 fiel dieses ehemalige Gutshaus in den Besitz des Ordens der „Schwestern der Christlichen Liebe“. Nachdem die Nonnen in dem Gebäude, das bald im Volksmund "Haus der heiligen Familie" hieß, zuerst eine Handarbeitsschule unterhielten, konnte Bürgermeister Krebs 1951 den Orden dafür gewinnen, einen Kindergarten einzurichten. Dieser sollte vor allem die Kinder aus dem Westen und Norden Anraths aufnehmen.

Nachdem bereits Ende der 60er Jahre Gerüchte aufgetaucht waren, der Orden wolle den Kindergarten aufgeben, wurde diese Befürchtung im Juli 1971 Gewissheit, als die Kongregation bekannt gab, die Einrichtung aus finanziellen und personellen Gründen schließen zu müssen.

Nachdem sowohl die katholische als auch die evangelische Kirchengemeinde kein Interesse an einer Übernahme der Trägerschaft gezeigt hatten, entschied die Stadt im September 1971 in einem Dringlichkeitsbeschluss, den Kindergarten selbst weiterzuführen - Es war der erste städtische Kindergarten. 1972 wurde die Einrichtung um eine dritte Gruppe erweitert.

Als 1980 der Kindergarten an der Furthstraße eröffnet wurde, konnte die Einrichtung im "Haus der heiligen Familie" geschlossen werden. Noch im selben Jahr wurde damit begonnen, den Kindergarten in ein Asylantenwohnheim umzubauen.

09.02.2011

Winkler kritisiert Schummer-Äußerungen zur Schullandschaft in Willich

Uli Winkler Uli Winkler

Willich. Ich beziehe mich auf den Artikel in der WZ vom 08.02.2011, in dem sich der Bundestagsabgeordnete U. Schummer zur Bildungssituation in der Stadt Willich äußert. Darin lehnt er die Schulexperimente der Landesregierung ab, ohne allerdings konkret zu benennen, welche Ver-suche er damit meint. Desweiteren betont er, dass die Hauptschule in Anrath den gleichen Stellenwert wie die übrigen Schulformen der Stadt habe.

Die zweite Aussage wird auch von der SPD begrüßt, zumal die Hauptschule in der Landes-verfassung festgeschrieben ist und gerade in unserer Stadt eine hervorragende Arbeit geleistet hat und immer noch leistet. Aber gleichzeitig muss sich auch ein Bundestagsabgeordneter der Frage stellen, was mit dieser Schule geschehen soll, wenn dort immer weniger Kinder ange-meldet werden. Diese Entwicklung hat sich bereits unter der letzten CDU-Landesregierung abgezeichnet und während die Städte rings um Willich immer mehr Hauptschulen geschlossen haben und kleinere Gemeinden (siehe Tönisvorst) bereits über Alternativen nachdenken, soll hier der Staus quo erhalten bleiben. So kann man keine zukunftsorientierte Politik betreiben, denn einfach nur zusehen, wie eine Schulform langsam zugrunde geht, ist zu wenig. Deshalb unterstützt die SPD das Angebot der Landesregierung und beteiligt sich intensiv an der Dis-kussion zu den sog. „Schulversuchen“. Dies bedeutet kein „Experimentieren“ mit den Schul-kindern, sondern die Suche nach einer ädäquaten Beschulung, die die Kinder zu einem optimalen Abschluss entsprechend ihrem Leistungsniveau führt. Es muss auch in unserer Stadt darüber nachgedacht werden, ob man beispielsweise mit einer Gemeinschaftsschule, die sich nur unwesentlich von der Gesamtschule unterscheidet, genau die Kinder fordert und fördert, die jetzt nicht mehr an der Hauptschule angemeldet werden oder vielfach in Nachbarstädte abwandern.

08.02.2011

Hansen ruft zur Rückkehr zur Sacharbeit auf

Jürgen Hansen Jürgen Hansen

Willich. Nach der Entschuldigung von Bürgermeister Josef Heyes (CDU) hat Willichs SPD-Chef Jürgen Hansen seine Parteifreunde zur Mäßigung aufgerufen. „Ich bitte Euch vor dem Hintergrund des ersten Schrittes des Bürgermeisters in genau die richtige Richtung von weiteren Wortmeldungen abzusehen und kein Öl mehr ins Feuer zu gießen“; schreibt Hansen in einer Rund-Mail. Man müsse jetzt schnellstmöglich zur Sacharbeit zurückkehren.

Wie Hansen weiter erklärte, sei in einer Gesprächsrunde beim Bürgermeister kurz vor dem Jahreswechsel verabredet worden, dass Andreas Herwarth (CDU), Aufsichtsratsvorsitzender der Willicher Grundstücksgesellschaft (GSG), demnächst als Gast in den Arbeitskreis Wirtschaft der SPD kommt. Er wolle dort mit den Teilnehmern die „komplexe Lage der GSG“ diskutieren. „Das finde ich ausgesprochen zielführend und ich bin ihm dankbar dafür“, so Hansen.

Von seiner sachlichen Kritik am Zustand der GSG lässt Hansen aber nicht ab und widerspricht dem Vorwurf des „stadtschädigenden Verhaltens“.

Wie der SPD-Vorsitzende im Brief an seine Parteifreunde weiter feststellt, seien im Moment nun mal „nie gekannte schwere Zeiten“ für die Stadt und insbesondere für den Willicher Bürgermeister. Hansen: „Ich bin mir sicher, dass wir die Auseinandersetzung im Interesse der SPD beilegen und befrieden können.“ Fraktionschef Bernd-Dieter Röhrscheid werde das Thema im Haupt- und Finanzausschuss und im Obleutegespräch sachlich anbringen.

14.01.2011

SPD erwartet in der „Ohrfeigenaffäre“ nach wie vor öffentliche Entschuldigung von Heyes

Willich. SPD-Geschäftsführer Detlef Nicola hat die Ausführungen des CDU-Vorsitzenden Uwe Schummer zur „Ohrfeigenaffäre“ zurückgewiesen. Schummer mache es sich zu leicht, wenn er jetzt den Ausfall des Bürgermeisters beim Neujahrsempfang der CDU als Bagatelle abtue, bei der man nach einer kleinen Aussprache wieder zur Tagesordnung übergehen könne. Die SPD fühle sich auch als Partei „geohrfeigt“: „Wir waren Gäste beim Empfang, und so geht man nicht mit Gästen um!“. Ein Mann in der Verantwortung wie Heyes müsse wissen, was er wann und wo sagen dürfe. Herr Schummer als Gastgeber sollte dies seinem Parteikollegen klarmachen.

Nicola relativierte inzwischen seinen Vergleich mit der Gewaltherrschaft. Ihn habe der große Applaus der Jungen Union zur Aussage von Heyes erschrocken gemacht. Nicola: „Diese Begeisterung bei dieser Äußerung gegen einen Andersdenkenden und die Häme einiger CDU-Ratsmitglieder gegenüber der SPD-Spitze beim Verlassen des Saales sind der Keim für ein Klima, das wir in Willich nicht zulassen dürfen!“

Nicola betonte, dass auch die SPD zum Konsens zurückkehren wolle. Er forderte Schummer auf, sich mit dem SPD-Vorsitzenden Jürgen Hansen zusammenzusetzen und zunächst einmal die Grundvoraussetzungen für einen vernünftigen Umgang miteinander zu schaffen. Dazu gehöre eben auch die Respektierung anderer Meinungen in Sachfragen.

Aber es bedürfe auch der Einhaltung bestimmter Regeln durch das Stadtoberhaupt.

Nicola erinnerte daran, dass er selbst in seiner Amtszeit als stellvertretender Bürgermeister nach einer missverstandenen harmlosen Äußerung während des Neujahrsempfangs 2000 sich trotzdem in einer öffentlichen Ratssitzung beim Bürgermeister entschuldigt habe: „Dieses Mindestmaß an Anstand erwarte ich auch von Herrn Heyes!“

11.01.2011

Eklat beim Neujahrsempfang der CDU

SPD-Geschäftsführer Detlef Nicola SPD-Geschäftsführer Detlef Nicola

Willich. Zu einem Eklat kam es beim Neujahrsempfang der CDU am Sonntag im Neersener Wahlefeldsaal. Unter Protest verließen SPD-Chef Jürgen Hansen, SPD-Fraktionsvorsitzender Bernd-Dieter Röhrscheid, SPD-Geschäftsführer Detlef Nicola und weitere Besucher empört den Saal. Bürgermeister Josef Heyes (CDU) hatte zuvor die Kritik von Hansen an der Arbeit der Grundstücksgesellschaft scharf zurückgewiesen und – auf Hansen bezogen – gefordert: „Der Mann gehört geohrfeigt!“

 

„Dies war ein Aufruf zur öffentlichen Gewalt, wie es ihn seit der Gewaltherrschaft in Deutschland nicht mehr gegeben hat“, so Nicola fassungslos. Ein Bürgermeister habe Vorbildcharakter insbesondere bei der Jugend und dürfe sich solchen Entgleisungen nicht hingeben. Nach dieser Äußerung sei Heyes als Bürgermeister nicht mehr tragbar.

 

Die SPD war deshalb so empört, weil es nach der Kritik durch Hansen und der zwischenzeitlichen Zustimmung zur Zukunft der GSG im Rat der Stadt auch durch die SPD Gespräche mit allen Fraktionen und auch auf hoher politischer Ebene gegeben und man einen Konsens in dieser Frage erzielt hatte und sich auch einig war, dass dieses Thema nicht mehr öffentlich diskutiert wird. Nicola: „Herr Heyes hat diesen Konsens einseitig verlassen!“

 

Die SPD fordert von Heyes eine öffentliche Entschuldigung.

 

09.01.2011

Neujahrsempfang der Willicher SPD

Die SPD stößt auf ein gutes neues Jahr an. Auf dem Bild v.l.n.r.: Marcus Mülders, Detlef Nicola, Dr. Rosemarie Theisen, Bernd-Dieter Röhrscheid, Jürgen Hansen (Foto: Kaiser) Die SPD stößt auf ein gutes neues Jahr an. Auf dem Bild v.l.n.r.: Marcus Mülders, Detlef Nicola, Dr. Rosemarie Theisen, Bernd-Dieter Röhrscheid, Jürgen Hansen (Foto: Kaiser)

erklärte SPD-Chef Jürgen Hansen zur Begrüßung der vielen Gäste im Neersener Schlosskeller – darunter auch etliche von anderen Parteien. Die SPD hatte zum Auftakt der Neujahrsempfänge geladen und trotz des frühen Termins (Ferienende) war der Schlosskeller rappelvoll. Der Parteivorsitzende ging zuerst auf die Leistungen von NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft in den ersten Monaten der Minderheitsregierung ein, wechselte aber schnell zu lokalen Themen: Er dankte Bürgermeister Josef Heyes für seine Arbeit für die Stadt und wünschte ihm angesichts dessen oft langer Arbeitszeiten: „Bleiben Sie gesund!“

Hansen ermunterte die Bürger, sich einem der Arbeitskreise der Sozialdemokraten für die Bereiche Schule, Umwelt, Wirtschaft und Haushalt, Soziales sowie Planung und Verkehr anzuschließen – eine Möglichkeit, Politik mitzugestalten, ohne zwingend Parteimitglied zu werden.

Hansen stellte seinen Stellvertreter Marcus Mülders aus Alt-Willich vor und dankte SPD-Geschäftsführer Detlef Nicola für dessen Einsatz und Vorbereitung des Empfangs. Zum Abschluss seiner Ausführungen stellte er auch einige Vorstandsmitglieder der Jusos vor: Vorsitzender Christan Gosselk, Geschäftsführer Hendrik Pempelfort, Kassierer Lukas Maassen und Beisitzerin Ute Hansen.

Kaum ist der Schnee geschmolzen, stellte der Fraktionsvorsitzende Bernd-Dieter Röhrscheid fest: „Die Zahl der nicht mehr hinzunehmenden Schlaglöcher hat zugenommen.“ Die SPD werde sich zu gegebener Zeit für die Beseitigung einsetzen. Er forderte, den Bereich der erneuerbaren Energien auszubauen – von Photovoltaik bis zur Windenergie. Bei der Windenergie sei es falsch gewesen, die Höhe der Anlagen und somit deren Kapazität zu begrenzen, so Röhrscheid. Auch der Bürgerbus in Schiefbahn und die Verlängerung der Regio-Bahn bis Venlo seien wichtige Beiträge.

Die Einnahmesituation der Stadt bezeichnete Röhrscheid als prekär – er sprach sich aber gegen eine weitere Verschuldung aus. Eine für ihn akzeptable Alternative: „Bevor die Leistungen noch weiter gekürzt werden müssen, sollten die kommunalen Steuern erhöht werden.“ In der Schullandschaft zeichne sich vor dem Hintergrund zurückgehender Schülerzahlen ein Zwei-Säulen-Modell ab mit zwei Gymnasien sowie einer Mittel-, Gemeinschafts- oder Stadtteilschule.

08.01.2011